Über den AK Rohstoffe2020-11-10T17:20:11+00:00

Über den AK Rohstoffe

Der Arbeitskreis (AK) Rohstoffe ist ein Netzwerk deutscher Nichtregierungsorganisationen, die sich für Menschenrechte, soziale Standards und Umweltschutz einsetzen. Seit 2008 trifft sich der AK Rohstoffe regelmäßig und diskutiert angesichts der negativen Auswirkungen des Rohstoffabbaus über Ansätze einer zukunftsfähigen Rohstoffpolitik. Seit Mai 2013 gibt es ein Koordinationsbüro in Berlin. Die Koordination des AK Rohstoffes wird inhaltlich begleitet durch einen Koordinierungskreis, der sich momentan aus Vertreter/innen von Brot für die Welt, BUND, Christliche Initiative Romero, Forum Umwelt & Entwicklung, Germanwatch, Heinrich-Böll-Stiftung, INKOTA, MISEREOR, NABU, PowerShift und Weltwirtschaft, Ökologie & Entwicklung (WEED) zusammensetzt.

Darüber hinaus arbeiten viele weitere Organisationen regelmäßig oder auch nur punktuell im AK Rohstoffe zusammen. Dazu gehören unter anderem: Forschungs- und Dokumentationszentrum Chile – Lateinamerika (FDCL), Dachverband der kritischen Aktionärinnen und Aktionäre, Plough Back The Fruits Kampagne, Ökumenisches Netz Zentralafrika (ÖNZ) und Stiftung Asienhaus.

Im Februar 2020 entstand aus dem AK Rohstoffe die „Stellungnahme zur Fortschreibung der deutschen Rohstoffstrategie“ als Reaktion auf die im Januar aktualisierte Strategie der Bundesregierung. Darin machen die unterstützenden Organisationen auf die anhaltenden Missstände der deutschen Rohstoffpolitik aufmerksam und formulieren Kritik sowie zentrale Forderungen an die Bundesregierung, diese Missstände zu beseitigen.

Im September 2013, August 2016 und November 2020 hat der AK Rohstoffe Forderungspapiere formuliert, zuletzt unter dem Titel „Krisenverschärfendes Handeln stoppen – Rohstoffwende umsetzen“, in dem aktualisierte Handlungsempfehlungen an die Bundesregierung und den Bundestag veröffentlicht werden. Die zentralen Forderungen einer Rohstoffwende sind:

Reduktion des absoluten Verbrauchs metallischer Primärrohstoffe in Deutschland auf ein global gerechtes Maß innerhalb planetarer Grenzen.

  • Senkung des absoluten Rohstoffverbrauchs auf ein nachhaltiges und damit global gerechtes Niveau
  • Kreislaufwirtschaft umsetzen: Stoffkreisläufe schließen und Rohstoffe einsparen
  • Verzicht auf Tiefseebergbau und andere Risikotechnologien

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Umsetzung von menschenrechtlichen und umweltbezogenen Sorgfaltspflichten entlang der Lieferkette von Unternehmen, die Rohstoffe als solche oder in Form von verarbeiteten Produkten nutzen.

  • Ein gesetzlicher Rahmen zu unternehmerischen Sorgfaltspflichten
  • Ausweitung der EU-Konfliktmineralien-Verordnung

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Schutz der Rechte der Betroffenen in den Abbaugebieten und der kritischen Zivilgesellschaft sowie Anerkennung und Stärkung ihrer Rolle in einer demokratischen, ökologischen und sozial gerechten Rohstoffpolitik.

  • Global gerechte Handelspolitik
  • Schutz und Stärkung der Rechte Betroffener und speziell indigener Völker

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Des Weiteren organisieren die Mitglieder des AK Rohstoffe die Alternative Rohstoffwoche in welcher zahlreiche Veranstaltungen einen Raum für die kritische Auseinandersetzung mit der deutschen Rohstoffpolitik schaffen sollen.