Call for Participation: Alternative Rohstoffwoche 2026

Rohstoffwende statt Rohstoffrausch! Warum Deregulierung Menschen und Umwelt weltweit gefährdet

Wann? Die Alternative Rohstoffwoche findet vom 28. September bis zum 6. Oktober 2026 statt. Der Rohstoffgipfel bildet am 6. Oktober 2026 in Berlin den politischen Abschluss der Woche.

Wo? Bundes- und europaweit.

Warum? Metalle stehen im Zentrum geopolitischer Machtkämpfe. Sie gelten als unverzichtbar für Energiewende, Digitalisierung und industrielle Transformation, fließen jedoch auch in großem Umfang in Autos, Bauprojekte, Rüstung und kurzlebige Konsumgüter. Was in der politischen Debatte oft ausgeblendet wird: Ihr Abbau geht vielerorts mit Menschenrechtsverletzungen, Umweltzerstörung und der Missachtung indigener Rechte einher. Vertreibungen, Wasserverschmutzung, zerstörte Ökosysteme und gefährliche Arbeitsbedingungen sind keine Ausnahmen, sondern Ausdruck eines globalen Rohstoffmodells, das auf Ausbeutung beruht.
Gleichzeitig geraten mühsam erkämpfte Umwelt- und Sozialstandards zunehmend unter Druck. Mit dem Critical Raw Materials Act (CRMA), beschleunigten Genehmigungsverfahren und Angriffen auf Schutzinstrumente wie die Wasserrahmenrichtlinie droht ein politischer Kurs, der Rohstoffsicherheit über Menschenrechte und Umweltschutz stellt weltweit und auch in Europa.
Dem wollen wir etwas entgegensetzen. Denn die entscheidende Frage lautet: Wie können wir den Rohstoffverbrauch senken, globale Gerechtigkeit stärken und verbindliche Standards entlang der Lieferketten sichern? Deshalb ruft das zivilgesellschaftliche Bündnis AK Rohstoffe in diesem Herbst erneut zur Alternativen Rohstoffwoche und zum Rohstoffgipfel auf. Wir schaffen Räume für Austausch, politische Debatte und Vernetzung mit Akteur*innen aus Zivilgesellschaft, Politik, Gewerkschaften und Wissenschaft. Diskutiert mit uns, wie eine gerechte Rohstoffwende durchgesetzt werden kann.

Die Alternative Rohstoffwoche soll die Vielfalt zivilgesellschaftlicher Perspektiven auf Rohstoffpolitik sichtbar machen. Deshalb laden wir euch herzlich ein, eigene Veranstaltungen, Aktionen und Beiträge einzubringen und diese Woche gemeinsam mitzugestalten.

Um was soll es gehen?
Gesucht sind Veranstaltungen und Formate, die sich mit der Frage auseinandersetzen, wie eine gerechte und zukunftsfähige Rohstoffpolitik aussehen kann. Willkommen sind Beiträge, die auf strukturelle Ursachen global ungerechter Rohstoffpolitik eingehen, aktuelle politische Entwicklungen kritisch einordnen und Alternativen sichtbar machen.
Im Zentrum stehen unter anderem folgende Fragen:

  • Wie können Menschenrechte, indigene Rechte sowie soziale und ökologische Standards entlang globaler Rohstofflieferketten wirksam geschützt werden?
  • Welche Folgen haben Deregulierung und die Abschwächung bestehender Schutzstandards?
  • Wie kann eine Rohstoffwende ausgestaltet werden, die den Primärrohstoffverbrauch reduziert und planetare Grenzen respektiert?
  • Welche Rolle spielen Kreislaufwirtschaft und Suffizienz und wo stehen wir in der Umsetzung?
  • Wie kann eine Rohstoffpolitik aussehen, die Ressourcengerechtigkeit als Ziel formuliert und globale Verantwortung übernimmt?
  • Welche Stimmen, Erfahrungen und Perspektiven fehlen bisher in politischen Debatten und wie können sie stärker eingebunden werden?

Welche Themen sind möglich?
Beiträge können sich beispielsweise mit folgenden Themen befassen:

  • Menschenrechte und Arbeitsrechte entlang metallischer Wertschöpfungsketten
  • Indigene Rechte, Landkonflikte und Vertreibung
  • Umweltzerstörung, Biodiversitätsverlust und Wasserkonflikte
  • Rohstoffpolitik und geopolitische Machtverschiebungen
  • Deregulierung, Lieferkettenpolitik und Sorgfaltspflichten
  • Kreislaufwirtschaft und Suffizienz
  • Ressourcengerechtigkeit
  • Perspektiven entlang der metallischen Wertschöpfungskette
  • demokratische Teilhabe, Protest und zivilgesellschaftlicher Widerstand

Wir begrüßen ausdrücklich Veranstaltungen, die Perspektiven einbeziehen, die in der bisherigen Rohstoffpolitik zu oft übergangen werden. Dazu gehören insbesondere Stimmen aus dem Globalen Süden, von betroffenen Gemeinschaften, Gewerkschaften, BIPoC- und FLINTA*-Personen sowie von lokalen und internationalen Bewegungen.

Welche Formate sind möglich?
Willkommen sind unterschiedliche Veranstaltungsformate vor Ort oder digital. Dazu zählen zum Beispiel:

  • Podiumsdiskussionen
  • Workshops
  • Webinare
  • Lesungen
  • Filmvorführungen
  • Öffentliche Gespräche
  • Vernetzungstreffen
  • Ausstellungen oder andere kreative Formate

Warum mitmachen?
Gestaltet die Alternative Rohstoffwoche 2026 mit, weil

  • eure Veranstaltungen im Rahmen der Alternativen Rohstoffwoche und des Rohstoffgipfels gemeinsam als AK Rohstoffe und seinen Organisationen beworben werden und zusätzliche Aufmerksamkeit erhalten,
  • wir als Netzwerk die menschenrechtlichen, sozialen und ökologischen Dimensionen der Rohstoffpolitik gemeinsam sichtbarer machen können,
  • wir gemeinsam ein starkes zivilgesellschaftliches Signal für eine gerechte Rohstoffwende setzen können
  • eure Arbeit und eure Anliegen Teil einer gemeinsamen Aktivität des AK Rohstoffe werden.

Zum vollständigen Call for Participation mit Anmeldungsinformationen.