Liebe Leser*innen,

willkommen zur 33. Ausgabe des Newsletters des AK Rohstoffe!

Für einen schwungvollen Beginn ins neue Jahr lohnt ein Blick in die neue Publikation Transformative Ideen für eine lebenserhaltende Wirtschaft innerhalb planetarer Grenzen von Friends of the Earth Europe. Sie gibt wichtige Anregungen für eine Wirtschaftsform, die planetare Grenzen achtet und somit im Zeichen einer #Rohstoffwende steht.

„Aufbruch“, hat sich auch die neue Regierung in Deutschland auf die Fahne geschrieben. Unter dem Titel „Mehr Fortschritt wagen“ hat die Ampel-Koalition im November ihren Koalitionsvertrag mit Zielen für die kommenden vier Jahre veröffentlicht. Als AK Rohstoffe haben wir eine gemeinsame Bewertung verfasst, die auf unserer Website wie auch in Teilen in diesem Newsletter nachzulesen ist. So viel sei in Kürze gesagt: Mit unserer rohstoffpolitischen Brille entdecken wir Potentiale, aber auch Widersprüche.

Außerdem beschäftigen uns aktuelle Entwicklungen auf europäischer Ebene. Zum einen soll in Kürze über den neuen Entwurf der europäischen Batterieverordnung abgestimmt werden. Einige Organisationen aus dem AK haben in einem gemeinsamen Positionspapier Vorschläge für wirksame menschenrechtliche und umweltbezogene Sorgfaltspflichten in der Verordnung gemacht. Zum anderen wurde der Gesetzesentwurf für ein Lieferkettengesetz auf europäischer Ebene mehrfach verschoben. Auch wenn aktuell mehr als 100 Unternehmen gegen das Aufschieben protestieren, lobbyieren große Unternehmensverbände wie der BDI und VDMA vehement gegen ein wirksames Lieferkettengesetz. Wir sind uns einig, Menschenrechts- und Umweltschutz dürfen nicht weiter aufgeschoben werden!

Zum guten Schluss möchten wir auf die neue Studie von Michael Reckordt hinweisen. In „Heißes Eisen für kaltes Klima?!“ zeigt er, dass unser steigender Metallverbrauch die Klimakrise mitbefeuert und erläutert, wie eine klimagerechten Rohstoffwende gelingen kann, die den absoluten Verbrauch von metallischen Rohstoffen reduziert und dennoch den Übergang ins post-fossile Zeitalter ermöglicht. Den Zusammenhang von Rohstoff- und Klimagerechtigkeit griff auch die Koordinatorin des AK Rohstoffe während der Ringvorlesung der Students for Future der Universität Hamburg auf.

Wir wünschen eine informative Lektüre und senden solidarische Grüße,

Elena Gnant & Hannah Pilgrim

Fokus: Bewertung des Koalitionsvertrags durch den AK Rohstoffe

Am 24. November 2021 veröffentlichten SPD, Bündnis 90/Die Grünen und FDP ihren Koalitionsvertrag (KV). Unter dem Titel „Mehr Fortschritt wagen. Bündnis für Freiheit, Gerechtigkeit und Nachhaltigkeit“ haben die Verhandler*innen in sieben thematischen Kapiteln schriftlich festgehalten, auf welche Ziele sie sich für die kommenden vier Jahre einigen konnten. Die folgende Analyse nimmt die Positionierungen des AK Rohstoffe als Ausgangspunkt und bewertet, inwiefern unsere Themen und Positionen aufgegriffen wurden.

Rohstoffpolitik mit notwendigem Richtungswechsel, aber mangelnder Konkretisierung und fehlender Kohärenz

Indem die neue Bundesregierung „das Ziel der Senkung des primären Rohstoffverbrauchs und geschlossener Stoffkreisläufe“ deutlich benennt (1045, 1332), greift sie ein zentrales Anliegen der Zivilgesellschaft auf. Diese Zielsetzung ist eine wichtige Grundlage, um die notwendigen nächsten Schritte hin zu einer Rohstoffwende zu formulieren. Laut KV soll dazu der aktuelle rechtliche Rahmen angepasst, „klare Ziele“ definiert und „abfallrechtliche Vorgaben“ überprüft werden (1334). Der notwendige nächste Schritt ist nun, übergeordnete Ressourcenschutzziele zu erarbeiten, die den Ressourcenverbrauch auf ein sozial-ökologisches und global gerechtes Maß begrenzen. Sie müssen – ähnlich wie beim Klimaschutz – durch Unterziele ergänzt und in einem gesetzlichen Rahmen verankert werden. Dieser muss dem weltweiten Ressourcenschutz gerecht werden, einheitliche, konkrete und messbare Kennzahlen beinhalten und die Überprüfung sicherstellen (Netzwerk Ressourcenwende 2021). Zudem sollte sich die Bundesregierung klar zu einer Priorisierung der Rohstoffversorgung aus zirkulärer Wertschöpfung bekennen und den Sekundärrohstoffmarkt bzw. Zirkulärrohstoffmarkt stärken.

Eine Begründung, warum die Reduktion des Rohstoffverbrauchs notwendig ist, fehlt allerdings im KV. Es wird weder auf die immense Überbeanspruchung des Planeten (Stichwort planetare Grenzen) und negative menschenrechtliche und ökologische Auswirkungen beim Rohstoffabbau eingegangen, noch auf die Verantwortung Deutschlands als einem der größten Verbraucher metallischer Rohstoffe weltweit. Auch in anderen Kapiteln, die rohstoff-relevante Sektoren wie Mobilität, Bau oder Energie thematisieren, werden die materiellen Voraussetzungen vernachlässigt. In der zukünftigen Rohstoffpolitik Deutschlands sollte die notwendige Reduktion des Rohstoffverbrauchs gut begründet und kontextualisiert werden, um die Bedeutung und Unumstößlichkeit dieses richtungsweisenden Ziels zu unterstreichen.

Die neue Bundesregierung will zudem die Wirtschaft bei der „nachhaltigen Rohstoffversorgung“ unterstützen (1039). Dies ist zu begrüßen, wenn es eine Abkehr von der bisherigen, einseitig an Wirtschaftsinteressen ausgerichteten Rohstoffstrategie der Bundesregierung bedeutet. Diese wurde zuletzt im Jahr 2020 aktualisiert und beachtet viele ökologische und menschenrechtliche Notwendigkeiten unzureichend (AK Rohstoffe 2020). Eine nachhaltige Rohstoffversorgung muss höchste ökologische sowie soziale Standards garantieren und schließt Menschrechtsverletzungen aus. Zu diesem Ziel sollte u.a. die verbindliche Einhaltung umweltbezogener und menschenrechtlicher Sorgfaltspflichten inklusive Risikoanalyse entlang der gesamten Rohstofflieferkette vorgeschrieben werden. Außerdem verspricht die Koalition, dass die Rohstoffgewinnung innerhalb Deutschlands „erleichter[t]“, „ökologisch ausgerichte[t]“ und das „Bundesbergrecht modernisier[t]“ werden soll (1042). Was mit Modernisierung gemeint ist, bleibt offen. Die „Erleichterung“ und somit Stärkung des heimischen Bergbaus, kann im Kontext vorherrschender Narrative der „strategischen Souveränität“ und gegenüber „Rohstoffimporten“ interpretiert werden, die auf europäischer Ebene als Legitimation für mehr Bergbau genutzt werden (4432). Die Bundesregierung muss diese ökologische Ausrichtung des heimischen Rohstoffabbaus im Sinne einer Bindung an hohe Umwelt- und gleichzeitig auch soziale Standards definieren und dies in die Modernisierung des Bundesbergrechts integrieren. Hierzu gehört auch die Wahrung der demokratischen Beteiligungsverfahren und Selbstbestimmungsrechte für (potentiell) Betroffene in den Abbauregionen sowie die Einhaltung der Menschen-, Frauen-, und Arbeitsrechte.

Kreislaufwirtschaft nähert sich der Circular Economy

Das Kapitel zur Kreislaufwirtschaft nähert sich dem ganzheitlicheren Verständnis der Circular Economy auf europäischer Ebene. Es setzt bereits beim Produktdesign an, geht über eine abfallseitige Betrachtung hinaus und versteht Kreislaufwirtschaft somit nicht mehr nur als Recyclingwirtschaft. Es werden produktpolitische Maßnahmen genannt, die auf Langlebigkeit, Wiederverwertbarkeit, Recyclingfähigkeit und Reparierfähigkeit setzen (1337). Damit bietet der Abschnitt Potential Stoffkreisläufe zu schließen und eine Reduktion des bislang viel zu hohen Rohstoffverbrauchs Deutschlands herbeizuführen.

Begrüßenswert ist, dass mit einer „nationalen Kreislaufwirtschaftsstrategie“ Kohärenz in die unterschiedlichen rohstoffpolitischen Einzelstrategien gebracht werden soll (1335). Dafür braucht es neben einer Kreislaufwirtschaftsstrategie eine gesetzliche verbindliche Grundlage. Außerdem ist es wichtig, dass bei Themen wie Herstellerverantwortung und festgelegten Quoten für den Rezyklateinsatz nicht nur die EU-Ebene adressiert wird, sondern auch auf nationaler Ebene alle Möglichkeiten ergriffen werden, um wirksame Maßnahmen zur Schließung der Stoffkreisläufe umzusetzen. Das bedeutet zum Beispiel eine Förderung des Reparaturhandwerks bei gleichzeitiger Festlegung eines Rechts auf Reparatur. Ebenso ist dafür nicht nur der Zugang zu Ersatzteilen, sondern auch ihr Preis entscheidend.

Auf europäischer Ebene muss sich die neue Bundesregierung im Rahmen des Circular Economy Action Plans für wirksame Maßnahmen einsetzen, u.a. für eine längere Nutzungsdauer von Produkten.

Widerspruch: Förderung des Rohstoffabbaus im Ausland soll ausgebaut werden

In einem offensichtlichen Widerspruch zur Reduktion des Primärrohstoffverbrauchs und einer „nachhaltigen Rohstoffsicherung” stehen die Ambitionen, die sogenannten Ungebundenen Finanzkredite (UFK) durch die Beschleunigung der Genehmigungsprozesse zu stärken (1046). Dieses Instrument der Außenwirtschaftsförderung (AWF), das explizit der nationalen Sicherung des Primärrohstoffbedarfs außerhalb Europas dienen soll, stand in der Vergangenheit in Verbindung mit Menschenrechtsverletzungen und Umweltzerstörung. Eine Ausweitung der Nutzung dieses Instruments ohne einen wirkungsvollen Mechanismus zur Sicherung der Einhaltung der Menschenrechte und des Umweltschutzes ist aus unserer Sicht hochproblematisch. Aufgrund der hohen menschenrechtlichen und ökologischen Risiken vor allem im Bergbausektor muss die AWF dringend reformiert werden. Ein entsprechendes Gesetz muss sicherstellen, dass nur Unternehmen in den Genuss der AWF kommen, die ihre menschenrechtlichen und umweltbezogenen Sorgfaltspflichten erfüllen. Es muss zudem Transparenz über beantragte und bewilligte Garantien herrschen. Kommt es zu Verstößen gegen die Sorgfaltspflichten oder zu belegten Menschenrechtsverletzungen und Umweltzerstörung, müssen Mechanismen eingerichtet werden, um die AWF zu beenden. Andernfalls ist die Bundesregierung für Menschenrechtsverletzungen und Umweltzerstörung in Zusammenhang mit wirtschaftlichen Tätigkeiten mitverantwortlich (AK Rohstoffe 2021a).

Die vollständige Bewertung kann auf der Website des AK Rohstoffe nachgelesen werden.

Deutsche Rohstoffpolitik

Taz: „Rohstoffpolitik im Koalitionsvertrag: Mehr Bergbau, weniger Abfall“

„„Auf der einen Seite ist es ein großer Erfolg für die Zivilgesellschaft, dass sich die Regierungsparteien zu einer Reduktion des primären Rohstoffverbrauchs bekennen“, sagt Hannah Pilgrim (…). Das sei für den Klima- und Umweltschutz unabdingbar, der Ausbau der Kreislaufwirtschaft ein wichtiger Schritt in Richtung Rohstoffwende.“

Energie Zukunft: „Die Individualmobilität verbraucht große Mengen Rohstoffe“

„Fast 48 Millionen Fahrzeuge sind in Deutschland zugelassen. Diese alle durch Elektroautos zu ersetzen, erzeugt eine riesige Rohstoffnachfrage. Diese zusätzliche Nachfrage ist kaum zu decken durch Recycling und Kreislaufwirtschaft. Deshalb bedeutet das Eintreten für eine Rohstoffwende auch das Eintreten für eine Mobilitätswende. Das heißt wir brauchen kleinere Autos, leichtere Autos, mehrfach genutzte bzw. geteilte Autos und deutlich weniger Autos.“

Taz: Das Potenzial der Müllkippe

„Darin haben die beiden Organisationen die Klimawirkungen der Gewinnung und Nutzung verschiedener Industriemetalle wie Eisenerz, Nickel oder Zinn untersucht. Nach ihren Ergebnissen müsse die Produktionsspitze für die verschiedenen Metalle etwa im Jahr 2030 liegen, um das Kohlenstoffbudget für einen Stopp der Erderwärmung bei 2 Grad nicht zu sprengen.“

Klimareporter: Das metallische Gesicht der Erneuerbaren

„Die Bekämpfung der Klimakrise wird ohne eine Reduktion des Rohstoffverbrauchs an Primärmetallen nicht gelingen. Diese Reduktion darf natürlich nicht auf Kosten des Ausstiegs aus fossilen Rohstoffen und des damit verbundenen Ausbaus erneuerbarer Energien geschehen. Aber in vielen anderen Bereichen sind umfangreiche Veränderungen notwendig – vom Wandel der Mobilität mit Reduktionszielen für die Zahl der Autos über eine Bauwende, die Rohstoffe länger nutzt und ihre Kreislaufführung von vornherein einplant, bis hin zum Recht auf Reparatur.“

DERA: Verbundvorhaben: Li+Fluids – Nutzungspotentiale von hydrothermalen Fluiden zur Gewinnung von Lithium

„Ziel des Projekts Li+Fluids ist es, eine umfassende Potentialstudie für Deutschland zur Gewinnung von Lithium aus hydrothermalen Fluiden zu erstellen. Sie soll zur Entwicklung einer (Sekundär-)Rohstoffstrategie beitragen und eine Entscheidungshilfe bei der Planung von Geothermie-Standorten mit Wärme- und zusätzlicher Rohstoffgewinnung sein.“

INFO sperber: Lithium, der flüssige Schatz am Oberrhein

„Gegner des Projektes befürchten Umweltverschmutzung, Gebäudeschäden und Erdbeben. Was nicht ganz unbegründet ist: In Basel und im badischen Staufen wurden deshalb Geothermieprojekte eingestellt. Vulcan Energie argumentiert, dass die Bohrungen im Rheingraben viel tiefer gehen als in Basel oder Staufen und das Risiko deshalb viel kleiner sei.“

rbb: Kanadischer Konzern will in Guben Rohstoff für E-Autobatterien verarbeiten

„Die Energie- und Mobilitätswende braucht vor allem eines: Akkus. […] Das kanadische Rohstoff-Unternehmen Rock Tech Lithium plant im ostbrandenburgischen Guben (Spree-Neiße) einen Standort zur Herstellung von Europas erstem Lithiumhydroxid-Konverter. Laut den Plänen soll die Fabrik 2024 eröffnet werden.“

Sachsen.de: Wirtschaftsminister Martin Dulig: »Berggeschrey in Sachsen ist eine Chance für den Vorsprung Ost«

„Die sächsische Rohstoffstrategie aus dem Jahr 2012 (aktualisiert 2017) befindet sich gegenwärtig in der Phase der Fortschreibung. Hintergrund dafür sind sowohl die Vereinbarungen des sächsischen Koalitionsvertrages als auch die geänderten europäischen und nationalen Rahmenbedingungen. Die 2020 von der Bundesregierung aktualisierte Rohstoffstrategie bietet auch für den heimischen Bergbau gute Anknüpfungspunkte.“

Deutsche Unternehmen / Verbände

rbb: Automobilindustrie fordert deutsche Rohstoff-Außenpolitik

„Der Verband der Automobil-Industrie plädiert für eine deutsche Rohstoff-Außenpolitik, um die Energiewende abzusichern. (…) “Konkret heißt das, wir auch Halbleiterfertigung in Deutschland und Europa aufbauen wollen, genauso wie für Batterien und anderes. Dafür brauchen wir aber Rohstoffe, dann sind wir wieder beim Thema Handelsabkommen. Deutschland ist sehr zögerlich beim Abschluss von Handelsabkommen. Ich glaube, wir müssen hier einen Paradigmenwechsel einläuten.“ (VDA-Präsidentin Hildegard Müller).“

Tagesspiegel: Betroffene des Dammbruchs von Brumadinho fordern Entschädigung vom TÜV Süd

„Nach dem Dammbruch von Brumadinho in Brasilien wird die Katastrophe mit 260 Toten jetzt vor dem Landgericht München neu aufgerollt. Die betroffene Gemeinde und die Familie eines der Todesopfer haben den TÜV Süd auf Schadenersatz verklagt. Denn dessen brasilianische Tochterfirma hatte dem Bergbaukonzern Vale die Sicherheit des Damms ein halbes Jahr vor dem Unglück vom 25. Januar 2019 bescheinigt.“

Misereor: Brumadinho: weitere Dämme drohen zu brechen

„Die traumatische Belastung durch die Dammbrüche 2015 und 2019 ist enorm. Die brasilianische Bergbaubehörde hat allein im Bundesstaat Minas Gerais für über 40 Dämme eine Sicherheitswarnung ausgegeben. Drei dieser Dämme weisen die höchste Warnstufe auf. Auch diese Dämme gehören, wie in Brumadinho und Mariana, dem Unternehmen VALE. Neben dem Staudamm in Brumadinho hatte TÜV Süd Brasilien offenbar auch weitere problematische Dämme für stabil befunden.“

KoBra: Guarani kritisieren BMW scharf

„Indigene Guarani schicken Protestschreiben an die BMW-Konzernzentrale wegen Mißachtung ihrer Rechte durch das BMW-Werk Araquari in Santa Catarina: gesetzlich vorgeschriebene freie, vorherige und informierte Konsultation (FPIC) von BMW ignoriert.“

Süddeutsche Zeitung: Lithiumabbau im Osterzgebirge: Start für 2025 geplant

„Nach jahrelanger Erkundung rückt der Abbau von Lithium im Osterzgebirge näher. „Wir gehen davon aus, dass wir 2025 in Größenordnungen in die Produktion gehen“, sagte der Geschäftsführer des Unternehmens Deutsche Lithium, Armin Müller. […] Das Vorkommen wird auf rund 125.000 Tonnen Lithium geschätzt und gilt laut sächsischem Oberbergamt als eines der größten in Europa.“

Mining.com: Vulcan gets five more exploration licences in Germany

“Lithium developer Vulcan Energy Resources, which has supply deals with carmakers Volkswagen, Stellantis and Renault, has received five new exploration licences for geothermal energy and lithium in Germany. The licences in the Upper Rhine Valley cover 325 square kilometres and increase Vulcan’s granted licence area to more than 1,000 square kilometres.”

Watson: So will Volkswagen sechs grosse Batteriezell-Fabriken in Europa hochziehen

„Volkswagen will in Europa sechs grosse Batteriezellfabriken hochziehen. Technik-Vorstand Thomas Schmall hatte die für die Investitionen dafür sowie für die Sicherung der Rohstoffmengen im Reuters-Interview unlängst die Summe von bis zu 30 Milliarden Euro genannt. Ein Gemeinschaftsunternehmen mit Umicore werde die Zellfabriken mit Kathodenmaterial beliefern.“

Europäische Rohstoffpolitik und Unternehmen

Frankfurter Rundschau: Alle Firmen sollen haften

„Der Aufruf der mehr als 100 Unternehmen kommt wenige Woche vor der erwarteten Vorlage für eine europäische Regulierung. Am 23. Februar will die EU-Kommission ihren Entwurf für ein Lieferkettengesetz vorstellen. Mehrfach hatte die Kommission das Projekt im vergangenen Jahr wieder von ihrer Tagesordnung genommen.“

Euractiv: EU-Parlament weitet Klagerecht für Bürger:innen und NGOs bei Umweltverstößen aus

„Das EU-Parlament hat das Klagerecht für Bürger und NGOs bei möglichen Umweltverstößen ausgeweitet. Die Abgeordneten in Straßburg verabschiedeten […]  eine Neufassung der Aarhaus-Konvention zum Zugang zu Informationen und zur Ahndung von Umweltangelegenheiten. Damit können Bürger:innen und NGOs bei Verdacht auf Umweltverstößen durch Institutionen leichter eine interne Prüfung verlangen und klagen.“

The Guardian: Northvolt rolls out Europe’s first ‘gigafactory-era’ car battery

“Northvolt, a startup, produced its first lithium ion battery cell at a plant in northern Sweden. It is the first of a series of new factories that investors hope will allow Europe to carve out a big proportion of the electric vehicle market – and weaken the stranglehold built up by manufacturers in China, Japan and Korea.”

Taz: EU-Parlament setzt auf Recycling als Strategie

„Auch Michael Reckordt von der Entwicklungsorganisation Powershift sieht die Strategie ambivalent. „Es ist gut, dass das EU-Parlament erkannt hat, dass die europäische Zukunftsindustrie, etwa im Bereich Elektromobilität oder erneuerbare Energien, nicht in die gleiche Abhängigkeit von Rohstoffimporten verbleiben darf, wie das bei der fossilen Industrie immer der Fall war.“

Recyclingnews: EU-Kommission: Rezyklateinsatzquoten für Verpackungen kommen

„Virginijus Sinkevičius (EU-Kommissar für Umwelt, Ozeane und Fischerei): Im neuen Aktionsplan für die Kreislaufwirtschaft haben wir uns darüber hinaus verpflichtet, Zielvorgaben für den Rezyklatanteil bei weiteren Produkten zu entwickeln: für Verpackungen, Fahrzeuge und Bauprodukte.“

Süddeutsche Zeitung: EU führt einheitliches Ladekabel für Handys ein

„[A]n diesem Donnerstag wird die EU-Kommission in Brüssel einen Gesetzentwurf präsentieren, der alle Hersteller zwingt, künftig Kabel des Typs USB-C zum Aufladen von Handys, Tablets, Kameras, Kopfhörern oder Spielkonsolen zu verwenden.“

Mining Watch Romania: Activists derail Euro Sun’s plans for the Rovina mine

“Euro Sun Mining, a Canada-based development-stage mining company, had hoped to establish Romania’s first open-pit copper and gold mine, via a Romanian-based subsidiary, Samax Romania. This would would have been the largest such project in the EU. However, its proposals have met with fierce opposition at local, national and international level.”

Spotlights aus Afrika, Asien und Lateinamerika

Welt Sichten: Auch Peking regelt schwach

„Ohne China kann es nicht gelingen, globale Lieferketten für Metalle nachhaltiger zu gestalten, denn China ist einer der größten Importeure dieser Rohstoffe. Die beiden Organisationen Urgewald und PowerShift untersuchen ausgehend davon in diesem Papier, inwieweit Chinas Regierung und chinesische Firmen Regeln für Auslandsinvestitionen setzen und durchsetzen.“

Handelsblatt: Einigung auf milliardenschweres Bergbauprojekt in der Mongolei

„Nach langem Tauziehen gibt es einen Durchbruch für das Milliardenprojekt einer Expansion der großen Kupfer- und Goldlagerstätte Oyu Tolgoi im Süden der Mongolei. Die Regierung in Ulan Bator und der australisch-britische Bergbaukonzern Rio Tinto erzielten eine Einigung über das Vorhaben mit einem Umfang von 6,93 Milliarden US-Dollar.“

Reuters: Serbia revokes Rio Tinto lithium project licences amid protests

„Serbia revoked Rio Tinto’s lithium exploration licences on Thursday, bowing to protesters who opposed the development of the project by the Anglo-Australian mining giant on environmental grounds.“

BHRRC: Latin America: Report looks at how EU supply chain legislation could protect the environment and human rights

“This is important to: 1) protect ecosystems, even if there are no immediate impacts on human rights; 2) prevent human rights violations resulting from environmental contamination caused by corporations; 3) increase the likelihood of holding corporations accountable and provide victims access to justice and remedies.”

Infostelle Peru: Lieferkettengesetz: eine Chance für Peru?

„Die ökologischen und sozialen Folgekosten eines Raubbaus an Mensch und Natur, wie er auch heute noch in den Minen und auf den Feldern Perus stattfindet, werden ausgelagert und spiegeln sich in den Preisen der Produkte nicht wieder. Das jüngst in Deutschland verabschiedete Lieferkettengesetz soll hier Abhilfe schaffen.“

Taz: Lithiumgewinnung in Argentinien: „Proteste werden kleingehalten“

„15 Millionen Elektroautos sollen bis Ende 2030 auf deutschen Straßen rollen, rund neunmal so viel wie gegenwärtig. Das ist eins der Ziele im Koalitionsvertrag der neuen Bundesregierung, mit denen die Klimakrise gebremst werden soll. Aber für diese Verkehrswende werden Lithiumbatterien gebraucht. Und das Leichtmetall muss irgendwo abgebaut werden – was in den Herkunftsländern die Umwelt schwer belastet.“

Reuters: Chile indigenous group asks regulators to suspend lithium miner SQM’s permits

“Automakers, indigenous communities and activists, […] have increasingly raised concerns in recent years about the environmental impact of lithium production in Chile. SQM, which is ramping up production in Chile to meet fast-rising demand, last year announced a plan to slash its use of water and brine at its Atacama operations.”

The Guardian: Plans to mine Ecuador forest violate rights of nature, court rules

“Ecuador’s highest court has ruled that plans to mine for copper and gold in a protected cloud forest are unconstitutional and violate the rights of nature. […] The decision means that mining concessions, environmental and water permits in the forest must be cancelled after the court upheld a lawsuit brought by communities near Los Cedros that was successful in a lower court.”

Heise: Konfliktmineralien in Smartphones: Apple wirft 12 Zulieferer raus

„Apple hat erneut eine größere Zahl an Schmelzen und Raffinerien aus der Lieferkette geworfen, um einen Bezug von Konfliktmineralien möglichst auszuschließen. Von den 265 Schmelzen und Raffinerien, die im vergangenen Jahr 2021 Mineralien wie Zinn, Tantal, Wolfram und Gold (Tin, Tantalum, Tungsten und Gold – 3TG) an den US-Hersteller lieferten, wurden bis Jahresende insgesamt zwölf entfernt, wie Apple mitteilte.“

The Guardian: ‘Like slave and master’: DRC miners toil for 30p an hour to fuel electric cars

“Many EV brands have made public commitments to “responsible sourcing” of minerals, and some – notably Tesla – are using innovative ways to achieve this. Nevertheless, the Guardian’s findings suggest how far the sector still has to go to ensure the shift to clean energy is not tainted by claims of workers’ rights abuses.”

Tiefseebergbau

PowerShift: Aufzeichnung Webinar: „Tiefseebergbau und seine Risiken – Perspektiven aus Nord und Süd!“

„In diesem Webinar haben Marie-Luise Absagen, Leiterin der Nachhaltigkeitspolitik beim Forum Umwelt und Entwicklung und Koordinatorin der AG Tiefseebergbau, und Hannah Pilgrim, Koordinatorin des AK Rohstoffe, Einblicke auf die Schäden des Tiefseebergbaus und in die kritische Perspektive der Zivilgesellschaft zu Tiefseebergbau gegeben. Außerdem berichtete aus dem Pazifik Tita Kara, Koordinatorin für Tiefseebergbau des Civil Society Forum Tongas.“

Detektor.fm: Podcast: Wie funktioniert Tiefseebergbau?

“Redakteurin Rabea Schloz hat mit Dr. Matthias Haeckel vom GEOMAR Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung Kiel gesprochen. Von ihm wollte sie wissen, wie man in 6 000 Metern Tiefe überhaupt irgendwas abbauen kann und was das für einen Einfluss auf die Natur hat.“

UmweltDialog: Wachsender Widerstand gegen den Tiefseebergbau

“Der Volkswagen Konzern, die Triodos Bank, Scania und Patagonia haben sich Anfang Dezember den immer zahlreicher werdenden Forderungen nach einem Moratorium für den in den Startlöchern stehenden Tiefseebergbau angeschlossen. Die Unternehmen haben sich dazu verpflichtet, keine in der Tiefsee abgebauten mineralischen Rohstoffe in ihren Produkten zu verwenden.“

Counterpunch: The Green Deceit of Deep Sea Mining

„Are we really prepared to blow-through everything that’s left? To leave no stone (or nodule) left unturned, just so that we can continue driving around in cars & tooting our horns? Industrialists […] look upon the deep sea as a challenge, as another frontier just waiting to be conquered, and none of the native beings who live there will stand in their way.”

DSMC: Investors take flight from The Metals Company Pacific Island countries should do the same

“Pacific civil society warns that […] The Metals Company (TMC) may well go down the same path as the failed Nautilus Minerals. […] “Pacific Island states sponsoring The Metals Company […] must be alert to history repeating itself. […] That company was liquidated in 2019, leaving Papua New Guinea with a loss of AUD$157 million. Mr. Baron was smart and walked away with a sizeable personal profit before investors caught on to what a risky proposition Nautilus was.”

Mongabay: ‘Antithetical to science’: When deep-sea research meets mining interests

“Van Dover was the first academic deep-sea biologist to conduct baseline studies funded by a mining company, an act considered a “Faustian Pact” by some at the time. Since then, more deep-sea biologists and early-career scientists aboard research vessels funded by these firms have conducted such studies. But partnering with mining companies raises some thorny ethical issues for the scientists involved.”

Sonstiges

Solarify: EU-Projekt für vollständiges PV-Recycling

„Ein europäisches Konsortium hat einen Plan für eine emissionsarme Pilotanlage zur Rückgewinnung von kritischen und wertvollen Metallen wie Silizium, Indium, Gallium und Silber aus Solarmodulen entwickelt […]  Die Anlage soll dazu dienen, neue Materialien und neue Produkte in den Produktionskreislauf zurückzuführen.“

Spektrum: Protein filtert seltene Erden aus Elektronikschrott

„Ein Protein, das Seltenerdmetalle bindet, könnte das Recycling dieser wichtigen Industrierohstoffe deutlich vereinfachen. […] Das Protein Lanmodulin stammt aus Methan verdauenden Bakterien und bindet sehr effektiv Lanthanide, zu denen Elemente wie Cer und Neodym gehören, die in Elektronikbauteilen vorkommen. Diese Elemente können bisher nicht zurückgewonnen werden, weil sie fein verteilt und schwer abzutrennen sind.“

Mining.com: Northvolt produces fully recycled battery cell

“Swedish battery maker Northvolt announced that it has produced its first battery cell with 100% recycled nickel, manganese and cobalt (NMC) […] According to the firm, the inputs for the NMC cathode were recovered from battery waste through a low-energy hydrometallurgical treatment which involves the use of an aqueous solution to isolate the metals and separate them from impurities.”

Wiener Zeitung: Bericht attestiert Rio Tinto Kultur des Rassismus und Mobbings

„Dem Bericht zufolge haben fast 30 Prozent der Frauen und etwa sieben Prozent der Männer sexuelle Belästigung am Arbeitsplatz erlebt, wobei 21 Frauen von tatsächlichen oder versuchten Vergewaltigungen oder sexuellen Übergriffen berichteten. Rassismus sei an vielen Standorten eine „erhebliche Herausforderung“ für die Mitarbeiter. „Ich habe Rassismus in jeder einzelnen Ecke dieses Unternehmens erlebt“, wurde ein namentlich nicht genannter Mitarbeiter zitiert.“

The Guardian: ‘Green growth’ doesn’t exist – less of everything is the only way to avert catastrophe

“The various impacts have a common cause: the sheer volume of economic activity. We are doing too much of almost everything, and the world’s living systems cannot bear it. But our failure to see the whole ensures that we fail to address this crisis systemically and effectively. […] our efforts to solve one aspect of the crisis exacerbate another.”

The New Statesman: Can we mine our way to a greener future without sacrificing human rights?

“Climate action shouldn’t be at the expense of human rights. […] Mining our way to a greener future, however, puts a sector long associated with environmental damage and abuses of human rights at the heart of the transition.”

Foreign Policy: Shifting Mining From the Global South Misses the Point of Climate Justice

“In the view of these movements and NGOs, moving mining from one site to another doesn’t address the root causes of predatory extraction in the first place: the policies, everyday practices, and modes of production and consumption that require a constant stream of raw materials. To slow the relentless expansion of the extractive frontier, their proposals demand mandatory recycling and materials recovery, mass transit and car-free cities, moratoriums on sensitive ecosystems, and enforced rights to community consent.”

World Economic Forum: To lead the green energy future, solar must clean up its supply chains

“Industry advocates and policy-makers must act swiftly to root forced labour out of solar supply chains, by increasing supply chain visibility, diversifying sourcing practices, and supporting research and development into low-carbon production of polysilicon. Anything less is simply unacceptable.”

Responsible Minerals Initiative: Releases New Global Standard for All-Minerals Due Diligence

“The new RMI Standard is designed to be aligned with the OECD Due Diligence Guidance for Responsible Supply Chains of Minerals from Conflict-Affected and High-Risk Areas (OECD Guidance) and, in conjunction with the RMI’s Responsible Minerals Assurance Process (RMAP), can help companies adhere to regulatory requirements such as the existing EU Conflict Minerals Regulation and pending EU Battery Regulation.”

Neuerscheinungen

DEUTSCHSPRACHIGE NEUERSCHEINUNGEN

BGR: Deutschland-Rohstoffsituation 2020

BUND & IGM: Energie- und Mobilitätswende: Die kommende Bundesregierung muss zügig handeln!

BUND: Soziale Gerechtigkeit im Ressourcenschutz

BUND: Wir brauchen eine sozial-ökologische Wohn- und Bauwende

DERA: Rohstoffrisikobewertung – Graphit

DERA: Mineralische Rohstoffe für die Wasserelektrolyse

Germanwatch, PowerShift & INKOTA: Für konsequenten Schutz der Menschenrechte und der Umwelt in der EU-Batterieverordnung

INKOTA: Umwelt & Bergbau

INKOTA: Podcast: Wo geht’s lang zur Rohstoffwende: Teil 1 Unser Rohstoffhunger – Global Ungerecht

INKOTA: Podcast: Wo geht’s lang zur Rohstoffwende: Teil 2 Was politisch möglich wäre

Misereor & Global Policy Forum: Deutsche Wirtschaftslobby gegen wirksames EU-Lieferkettengesetz

Oxfam & Finanzwende: Gewinne auf Kosten der Allgemeinheit: Wie Konzerne Aktionärsinteressen bedienen, statt Klima und Menschenrechte zu schützen

PowerShift & RLS: Heißes Eisen für kaltes Klima?!

PowerShift: Die politische Debatte um die europäische Batterieverordnung – klare Regeln für nachhaltige Produkte

PowerShift: Eisenerz: Elektro-Mobilität auf toxischen Schlammlawinen

PowerShift: Mangan – Zerstörung an Land und Bedrohung für die Tiefsee?!

PowerShift: Podcast: Widerstand gegen Tiefseebergbau – Perspektiven aus dem Pazifik

PowerShift & Urgewald: Auf dem Weg zur Regulierung von Lieferkettenverantwortung: Richtlinien in der Volksrepublik China

PowerShift: Nicht benötigt, nicht erwünscht, nicht erlaubt! Widerstand gegen Tiefseebergbau im Pazifik und in Deutschland

Rat für nachhaltige Entwicklung: Zirkuläres Wirtschaften: Hebelwirkung für eine nachhaltige Transformation

Rettet den Regenwald & PowerShift: Mirador-Mine in Ecuador: Kupfer aus dem Amazonasregenwald der indigenen Shuar

RLS & Global Policy Forum: Neue Dynamik – neue Aussicht? Bericht über die 7. Tagung der UN-Arbeitsgruppe für ein verbindliches Abkommen zu Wirtschaft und Menschenrechten („Treaty“)

Runder Tisch Reparatur: FactSheet Ökodesign und Reparatur

Save the Children & The Centre for Child Rights and Business: Kinderrechte in der Kobaltlieferkette: So können Unternehmen Kinder im artisanalen Kleinbergbau schützen

Soned e.V.: Podcast: #ChangemyClimate: Technik: PowerShift & Shiftphone

SWP: Staatlich-private Kooperationen für nachhaltige Rohstofflieferketten – Chancen und Risiken am Beispiel des südafrikanischen Bergbausektors

Treaty Alliance Deutschland: Vom Lieferkettengesetz zu einem internationalen Level Playing Field

WEED: Sozial-ökologische Beschaffung von IT-Produkten: Handlungsoptionen für gemeinnützige entwicklungspolitische Vereine und Organisationen

 

ENGLISCHSPRACHIGE NEUERSCHEINUNGEN

AIDA, BHRRC, Germanwatch u.a.: Environmental responsibility through supply chains: Insights from Latin America

BHRRC: Corporate rights or human rights? How trade and investment agreements could threaten human rights due diligence laws

EEB & FOEE: ‘Green mining’ is a myth: The case for cutting EU resource consumption

RAID: The Road to Ruin? Electric vehicles and workers’ rights abuses at DR Congo’s industrial cobalt mines

Responsible Mining Foundation: Beyond emission reductions: climate change and mining

Responsible Mining Foundation: Harmful Impacts of Mining when extraction harms people, environments and economies