AK Rohstoffe Newsletter #22

AK Rohstoffe Newsletter #22

2019-07-24T15:39:56+00:00Newsletterarchiv|
Liebe Leser*innen,

herzlich Willkommen zum 22. Newsletter des AK Rohstoffe. Kurz vor der Sommerpause möchten wir erneut einen Einblick in die Welt der Rohstoffpolitik geben. Der Bundesverband der Deutschen Industrie legte diesbezüglich einen neuen Fünf-Punkte-Plan vor – der allerdings nicht so viel mediale Aufmerksamkeit erfuhr wie die Forderung des Verbands nach einem deutschen Weltraumgesetz. Auch im Bereich Tiefseebergbau gibt es auf allen Seiten viel Bewegung, und das öffentliche Interesse nimmt zu. So bekam zuletzt eine IUCN-Veröffentlichung zu den potentiellen Umweltauswirkungen viel Berichterstattung. Auch die deutsche Zivilgesellschaft ist hier aktiv: Die AG Tiefseebergbau, getragen von der AG Meere und dem AK Rohstoffe, hat ein neues Positionspapier zum Tiefseebergbau veröffentlicht. Darüber hinaus finden Sie in dem Newsletter wieder Spotlights rund um Bergbau aus Europa, Asien, Afrika und Lateinamerika.

Falls Ihnen die Lektüre Lust auf mehr macht, kommen Sie doch am 12. und 13. Oktober nach Dresden: Dort findet wieder der zivilgesellschaftliche „Crashkurs Rohstoffpolitk“ statt. Wir besichtigen das Besucherbergwerk Zinnwald, treffen den Geschäftsführer der Deutschen Lithium GmbH und lernen aktuelle rohstoffpolitische Prozesse kennen. Anmeldungen sind noch bis zum 9. September möglich, mehr Informationen gibt es hier.

Schöne Grüße,
Merle Groneweg und Laura Weis
(Koordination AK Rohstoffe)

 

Nachrichten:

Deutsche Rohstoffpolitik

BDI: Bundesregierung muss Rohstoffstrategie überdenken

„Laut dem Fünf-Punkte-Plan des BDI für die Rohstoffpolitik soll der Bundeswirtschaftsminister Rohstoff-Beauftragter der Bundesregierung werden und die Rohstoffstrategie der Bundesregierung weiterentwickeln. Heimische Abbauflächen sollten gefördert, bürokratische Hürden abgebaut werden. Die Bundesregierung müsse effiziente Raumplanungs-, Genehmigungs- und Zulassungsverfahren sicherstellen. Der Aufbau einer Kreislaufwirtschaft von Rohstoffen für Zukunftstechnologien sollte Priorität haben. International müssten Rohstoffförderung und Entwicklungszusammenarbeit verzahnt werden. Zudem sollte die Bundesregierung den Tiefsee- und Weltraumbergbau durch Pilotprojekte gezielt fördern.“

DPA: Bergbau im All: BDI fordert schnelles Weltraumgesetz

„Noch sei der Weltraumbergbau Zukunftsmusik. Trotzdem hätten bereits etwa 20 Länder entsprechende Gesetze erlassen, darunter führende Weltraumnationen wie die USA und Russland – aber auch die Mongolei, Peru, Südafrika, Australien und Japan. Auch in vielen europäischen Ländern wie Finnland, Spanien, Frankreich und Schweden sei die Nutzung des Alls bereits gesetzlich geregelt. ‚Staaten ohne ein nationales Weltraumgesetz wie Deutschland, geraten dabei schnell ins Hintertreffen‘, warnt der BDI.“

Süddeutsche: Umweltminister: Wert von Recycling als Wirtschaftsfaktor

„Sachsens Umweltminister Thomas Schmidt hat den Wert von Abfällen als Rohstoffe hervorgehoben und das Recycling im Land volkswirtschaftlich höher als den Bergbau gewertet. […] Im Freistaat werden nach Angaben des Ministeriums für Umwelt und Landwirtschaft mehr als 160 Firmen der Kreislaufwirtschaftsbranche zugerechnet. „Sie ist in Sachsen volkswirtschaftlich bedeutender als der Bergbau“, sagte Schmidt. Die Unternehmen beschäftigten fast 9000 Mitarbeiter.“

Germanwatch: Schritt zu mehr unternehmerischer Verantwortung

„[Im Berliner CSR-Konsens] bekennen sich die deutschen Wirtschaftsverbände zu den Kernelementen der menschenrechtlichen Sorgfaltspflicht, denen Unternehmen gemäß internationalen Standards nachkommen sollen. […] Problematisch ist aus Sicht von Germanwatch, dass es nicht gelungen ist, im CSR-Konsens festzuhalten, dass die Bundesregierung die Einhaltung der Standards ‚einfordert‘. Die Formulierungen zur Verbindlichkeit von staatlichen Vorgaben waren bis zuletzt umstritten.“

 

Deutsche Unternehmen / Verbände

Reuters: Daimler sichert sich Batteriezellen von CATL in China

„Der Autobauer aus Stuttgart werde deshalb nur Batteriezellen mit Kobalt aus industriellem Bergbau im Kongo einsetzen, erklärte die [Einkaufschefin für Rohstoffe bei Mercedes-Benz Cars]. Die Lieferanten müssten die Einhaltung von Menschenrechten in ihrer Produktion garantieren und es werde unangemeldete Kontrollen geben. Auf längere Sicht will der Autobauer Kobalt aus Kanada und Australien beziehen und setzt darauf, dass mit neuer Batterietechnik ab 2025 ganz auf den Rohstoff verzichtet werden kann.“

WirtschaftsVereinigung Metalle: Zölle auf Aluminiumimporte gefährden gute Handelsbeziehungen zwischen EU und USA

„Die US-Administration wird zukünftig den Import von Aluminium aus der EU mit zehn Prozent verzollen. Die Regelung tritt ab dem 1. Juni 2018 in Kraft. Die WVMetalle geht davon aus, dass der Export von deutschem Aluminium in die USA im Jahr 2018 um circa sieben Prozent und im Jahr 2019 um circa 20 Prozent zurückgehen wird.“

Spiegel: Die Schattenseite des Ökobooms

„Woher kommen die Rohstoffe für Windräder und Solaranlagen? [… Misereor] hat für seine Erhebung 21 Unternehmen aus der Branche der erneuerbaren Energien dazu befragt […]. Lediglich neun Firmen haben geantwortet. Aus diesen Antworten ergebe sich, dass nur die wenigsten Firmen einen kompletten Überblick über ihre gesamte Produktions- und Lieferkette hätten; dass nur die wenigsten also komplett ausschließen können, nicht irgendwie doch Rohstoffe aus menschenrechtlich oder ökologisch bedenklichen Quellen zu beziehen.“

 

Europäische Unternehmen und Rohstoffpolitik

Mining.com: Canadian explorer looking to restart Europe’s last tin mine to list in London

“Strongbow Exploration (TSX-V: SBW), a Canadian firm trying to reopen one of England’s most iconic tin mines, announced Monday it planned to list in London’s AIM exchange for growing companies next month. The Vancouver-based junior expects the London listing to help it raise 25 million pounds ($34 million) over the next 18 months, which it will use to study the feasibility of resuming production at the South Crofty tin mine in Cornwall, southwest England.

EVN Report: Amulsar: Gold Over Water?

“An estimated 70 tons of gold are expected to be extracted from Amulsar over a 10-year period. It has relatively low grade of gold at 0.78 grams per ton of ore. […] The project has been highly controversial. Environmental activists claim it will cause severe damage to Armenia’s nature, especially its waters, including Lake Sevan. The most consequential problem with mining at Amulsar is the probability of an acid mine drainage into the Arpa River and the Kechut reservoir, built on the Arpa. It is connected to Lake Sevan with a 49 kilometer long tunnel built in the Soviet period to halt the unsustainable outflow of the lake’s waters exploited at a heavy pace for hydropower and irrigation.“

Armenian Weekly: Roads to Amulsar Blocked as Locals Protest Gold Mine

“ [July 6] It has been over 15 days that the roads leading to Amulsar are closed by residents of the Jermuk community and environmentalists from the surrounding region. Demonstrators have gathered as a display of opposition against a mine being developed near their communities that threatens their waters and their health, the region’s touristic potential, and the famous Jermuk brand of water.“

Mining.com: Results of Gabriel’s lawsuit against Romania may be known late 2019

“Gabriel Resources (TSX-V:GBU) will have to wait until late next year to find out whether Romania will have to pay it $4.4 billion in alleged losses related to the company’s Rosia Montana gold and silver project, which the government of that country refused to approve following relentless protests.“

Mining.com: Romania says Gabriel Resources $4.4bn lawsuit over halted project can’t be heard by arbitrators

“Romania’s government said a recent, ground-breaking court decision had slammed the door on certain investment arbitration cases involving European Union members, so Gabriel’s case can’t be solved that way any longer, legal news site Law360.com reported, without elaborating further on the verdict. […] The company’s President and CEO, Jonathan Henry, told MINING.com that while he was unable to comment on „media speculation,“ he could confirm Gabriels’s case remained ‚very much alive and active.‘“

London Mining Network: Berkeley Energia uranium mining project in Spain ‒ the EU’s only new uranium mine?

“Retortillo is planned as an open-cast uranium mine, heap leaching and processing or ‘milling’ plant, said to be ready to begin production in late 2018 but lacking necessary permits and facing four public interest litigation suits from the municipality and from national non-governmental organisations. The project has sparked a wave of opposition arising from concerns about potential impacts on the environment and local people.“

Mining.com: Glencore settles legal row with former partner over Congo royalties

“Glencore said the settlement with Gertler was ‚the only viable option to avoid the material risk of seizure‘ of its Mutanda Mining Sarl and Kamoto Copper Co. assets in Congo. […] The settlement comes after Gertler , a close friend of DRC President Joseph Kabila, launched a lawsuit against Glencore in April, seeking almost $3 billion in damages for unpaid royalties. Glencore is also facing a legal challenge from Congolese-American businessman and convicted fraudster Charles Brown, one of the founders of Mutanda Mining. He claims he’s owed $1 billion in compensation for a 19% stake he previously held in that company, and which was allegedly sold to Glencore in two fraudulent transactions, in 2007 and 2012.“

Financial Express: Going private: Anil Agarwal to delist Vedanta from LSE

“Amid rising protests in the UK following the death of 13 people in May during violent demonstrations against its copper smelter in Tuticorin, Tamil Nadu, Anil Agarwal has decided to delist his flagship firm Vedanta Resources from the London Stock Exchange after buying out 33.5% of non-promoter shareholders for about $1 billion.“

Mining.com: LME to get tougher on cobalt companies with ties to the DRC

“The London Metal Exchange (LME), the world’s biggest market for industrial metals, is stepping up efforts to make sure cobalt traded on the exchange is not mined using child labour, particularly in the Democratic Republic of Congo. Starting next year, the LME will demand all companies that get at least 25% of their metal from small-scale mines in the DRC to be subject of a professional audit, Financial Times reports.“

 

Spotlights in Afrika, Asien und Lateinamerika

Capital & Main: Is a Conflict-Minerals Law Helping or Harming African Miners?

„But‚ overall, armed presence at mining sites has persisted over the last years in eastern DRC,‘ according to the study by the Belgian International Peace Information Service that Callaway cites. That’s because the majority of gold mines – the most important mining sector in the region – remain under the influence of armed actors, even as the tin, tantalum and tungsten mines have seen dramatic reductions in violence, according to the report.“

Oxfam: Armed with evidence: Zambia requires mining companies to cough up records

„Zambia’s Ministry of Finance adopted new regulations that give the government one more tool to reduce the chance that mining companies are dodging taxes. Zambia is now hoping better informed tax auditing will deter corporations from manipulating the prices at which they sell goods and services to related companies, including parent companies, subsidiaries, and others within the same corporate structure. And if not, Zambia’s tax auditors will have the information needed to more effectively audit and make tax adjustments.“

The East African: Rwanda faces suit over cancelled mining concession

„Rwanda faces an international arbitration suit filed by two American firms contesting the cancellation of their mining concession. […] The concession licence with Bay View Group was cancelled in 2016 after a longstanding feud with the government over the size of investment the company had made since 2008, as well as over environmental concerns. At the time, the government was restructuring its mining sector. The exercise led to the cancellation of nine mineral exploration and exploitation concessions on the grounds that the investors breached their agreements.“

Reuters: Tanzania cancels licence of Barrick, Glencore nickel project

„The licence for the Kabanga nickel project in northwestern Tanzania was among 11 retention licences cancelled by the government under the Mining (Mineral Rights) Regulations of 2018, which were approved in January. […] The two miners have held the licence for the project since 2009, which is estimated to have inferred resource of 36.3 million tonnes, grading 2.8 percent nickel.“

Mining.com: Nevsun extends life of its Bisha mine in Eritrea until the end of 2022

“The operation, 40% of which is owned by the State of Eritrea, hasn’t been exempt from controversy. In 2014, a group of Eriteans conscripts filed a lawsuit in B.C.’s Supreme Court, accusing Nevsun of being ‚an accomplice to the use of forced labour, crimes against humanity and other human rights abuses at the Bisha mine.‘ […] Sixty-per-cent of Bisha, which is located 150km west of Asmara, is owned by the Canadian miner, while the other 40% belongs to companies run by the Eritrean government.“

Papua New Guinea Watch: Giant Waste-Spewing Mine Turns Into a Battleground in Indonesia

„Every year, Freeport-McMoRan Inc. dumps tens of millions of tons of mining waste into the Ajkwa River system in Indonesia. […] The discharge of what are called tailings, the leftovers of mineral extraction, is perfectly legal under Freeport’s current contract with the government. But recently, after more than a year of tense negotiations over the terms of a new deal, Indonesia suddenly changed the rules: The Grasberg mine in the highlands of Papua province would have to operate by heightened standards. […] In recognition of risks that could leave ‚a massive environmental burden for future generations,‘ the practice has been phased out everywhere else, according to the United Nations’ International Maritime Organization. Freeport sees things differently. ‚As we have stated before, the tailings are benign,‘ said Eric E. Kinneberg, a spokesman, referring to the corporate website for a detailed explanation.“

Mining.com: Distraction or disaster? Freeport’s giant Indonesian mine haunted by audit report

„In April, in follow-up action to the audit, the environment minister issued two decrees that gave Freeport six months to overhaul management of its mine waste, or tailings, at Grasberg, the world’s second-biggest copper mine. […] A letter from Freeport CEO Richard Adkerson to the environment ministry, a copy of which was reviewed by Reuters, said the decrees imposed ‚undue and unachievable restrictions‘ on Freeport’s basic operations.“

London Mining Network: Celebrations with Warning Signs on the First Anniversary of the Metallic Mining Ban in El Salvador

„The mining industry has not given up on El Salvador, however. OceanaGold (formerly Pacific Rim), which lost its legal suit for $250 million against El Salvador in 2016, remains in the country through its El Dorado Foundation, hoping to win hearts and minds through philanthropic gestures. A new campaign in support of ‚Green Mining‘ is now circulating from an unidentified source in Facebook, and presidential hopeful of the powerful Arena party in the 2019 elections, Carlos Calleja, has received important backing from transnational mining interests. Finally, small-scale artisanal miners in the department of la Unión, given – as part of the mining ban – a two-year grace period to continue mining activities while searching for alternative economic options, are mobilizing in attempts to reform the current law to allow artisanal mining on a permanent basis.“

Reuters: Samarco, Vale, BHP sign deal with Brazil authorities over dam disaster

„Samarco [SAMNE.UL] and parent companies Vale SA VALE5.SA and BHP Billiton Ltd (BHP.AX) have signed a deal with Brazilian authorities that settles a 20 billion reais (3.99 billion pounds) lawsuit related to a 2015 dam burst that killed 19 people […]. The agreement, signed by prosecutors from the federal government and the states of Minas Gerais and Espirito Santo, mandates improvements in governance for the Renova Foundation, created to help victims of the accident, Vale said.“

Blickpunk Lateinamerika: Indigene beklagen Vertreibung durch Lithium-Abbau

„Nach dem Ende eines jahrelangen Rechtsstreits zwischen der staatlichen Behörde für Produktionsförderung (CORFO), welche die Förderlizenzen für Lithiumabbau vergibt, und des privaten Lithium-Bergbauunternehmens SQM soll die Lithiumförderung am Atacama-Salzsee künftig verdreifacht werden […]. Die von der Lithiumproduktion betroffenen Menschen seien nicht an den Plänen von CORFO und SQM beteiligt worden, so die Kritik an der Einigung von Anfang 2018, die Neuinvestitionen von rund einer Milliarde US-Dollar vorsieht.“

Tageswoche: Das glänzende Schweizer Gold kommt vom dreckigsten Ort der Welt

„Da rund 150’000 Peruaner direkt und 650’000 indirekt vom Kleinbergbau leben und dieser mindestens 20 Prozent der nationalen Goldproduktion ausmacht, möchte der peruanische Staat die kleinen Bergleute in einem sogenannten Formalisierungsprozess zu legalen Minenbetreibern machen. […] Die regionale Bergbaubehörde mit ihren 15 Angestellten hat viel zu wenig Kapazitäten, um zu kontrollieren, ob die angegebenen Konzessionen wirklich stimmen und ob das Quecksilber wirklich sachgemäss verwendet wurde.“

Yes to Life No To Mining: Intag: Why BHP Billiton should leave a region famous for stopping destructive mines

„BHP Billiton- the world’s largest mining company- has acquired mining concessions in the Intag region of Ecuador. Here the company intends to start an open-pit copper mine in one of the most biodiverse places on earth. […] Civil society groups argue that the recent wave of concessions granted for large-scale mining in Ecuador, of which BHP’s concessions are a part, violates the rights of communities to prior consultation, as enshrined in the Ecuadorian Constitution.“

VDI Nachrichten: Geplünderte Minen

„Seit kurzem haben internationale Unternehmen ein Auge auf das Gold von El Corpus geworfen, und zwar seit die Regierung von Honduras mit Unterstützung der deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) eine Kartierung der Metallvorkommen des Landes vorgenommen hat. In den letzten zweieinhalb Jahren sind viele Metalle an den internationalen Rohstoffbörsen deutlich teurer geworden. Das macht die Ausbeutung auch in Honduras – das neben Edelmetall auch Kupfer, Blei, Eisenerz und Antimon anzubieten hat – verstärkt interessant.“

 

Tiefseebergbau

SPIEGEL: Umweltschützer warnen vorm Schürfen in der Tiefsee

„Wenn Sedimente am Meeresboden aufgewirbelt werden, kann das laut IUCN einige Tiere ersticken und anderen die Orientierung nehmen. Lebewesen würden zudem gestört durch Lärm, Vibrationen, Licht und Schiffe. Außerdem bestehe die Gefahr, dass giftige Stoffe durch Lecks ins Meereswasser gelangen. Dringend nötig seien mehr Studien, weil die tiefen Meeresregionen bislang gar nicht genug erforscht seien.“

The Guardian: Deep-sea mining possibly as damaging as land mining, lawyers say

„Scientific research – including a recent paper in Marine Policy journal – has suggested the deep seabed, and hydrothermal vents in particular, have crucial impacts upon biodiversity and global climate regulations. Hydrothermal vents act as a sink, sequestering carbon and methane. The mineral-rich vents and their surrounds are also home to animals and organisms including crustaceans, tubeworms, clams, slugs, anemones and fish.‘It is becoming increasingly clear that deep-sea mining poses a grave threat to these vital seabed functions,‘ the paper says.“

RNZ: Seabed mining projetct in PNG secures funding

„According to Nautilus Minerals, it has reached a US$34 million credit facility agreement for the project with lender Deep Sea Mining Finance. The Solwara 1 project would involve the extensive dredging the seafloor of PNG’s Bismarck Sea between the major islands of New Ireland and New Britain. […] There has also been strong opposition among local communities to the project, which would be the first of its kind.“

Mines and Communities: Anglo American divests from Nautilus over risks of deep sea mining

„In advance of their London AGM on 8th May, Anglo American has exclusively confirmed to the Deep Sea Mining Campaign that they have exited their investment in the Nautilus Minerals Solwara 1 deep sea mining project.“

RNZ: Pacific Islands complete draft agreement on deep sea mining

„Pacific Island Countries and Territories have completed a draft regional agreement on Deep-Sea Minerals to support responsible management of seabed resources across the region. […] The draft agreement includes the development of legislative frameworks to support sustainable evidence-based approaches to deep sea mining.“

ABC News: NT seabed mining moratorium extended, drawing mixed reaction from stakeholders

„The Northern Territory Government has quietly extended a moratorium on seabed mining. The ban, prompted by concerns about potential environmental impacts, was put in place for three years by the-then Country Liberals in 2012 and extended for another three years in 2015. It put a pause on growing interest in deposits of manganese along the coast of Arnhem Land and the Gulf of Carpentaria. The ABC confirmed that the moratorium, which was due to expire, will now remain in place until 2021, although there has been no public announcement.“

Wired: The Race to Send Robots to Mine the Ocean Floor

„Researchers aboard the ship dropped box-shaped coring devices 12,000 feet to the seafloor to sample the nodules as well as bring up sediments and mud from the seafloor. […] The mission is the first of several that are required as part of an environmental impact statement that DeepGreen must complete before getting a final permit from the International Seabed Authority. The authority regulates exploration and mining activity in the Clipperton zone and has partitioned mining rights to various nations, including DeepGreen’s partner, the island nation of Nauru.“

Cook Island News: One step closer to mining sea floor

„The Cook Islands is the only country in the world with a widely recognised, commercially viable ‘polymetallic nodule field’ – including valuable deposits of cobalt and titanium – within its exclusive economic zone. Last week, the country took a step towards becoming the first in the world to mine those nodules, with six representatives from the American-based Ocean Minerals Ltd (OML) company visiting the islands of Aitutaki and Rarotonga to explore the viability of harvesting nodules. […] According to a report published by the Cook Islands Natural Heritage Trust, the South Penrhyn Basin could meet 24 per cent of global demand for cobalt and 26 per cent of the demand for titanium.“

 

Sonstiges

DefenseNews: America’s critical minerals problem has gone from bad to worse

“According to the United States Geological Survey, the United States relies on Chinese imports for at least 20 minerals and has little or no capacity to mine, refine, and process its own minerals from start to finish. As a recent executive order on critical minerals makes clear, this ‚strategic vulnerability‘ poses a significant national security risk. Although President Trump has taken great strides to address this national security threat—through executive orders and trade investigations—it’s time for Congress and the administration to take a whole-of-market approach to critical minerals and to enact policies that will spur innovation at every step in the minerals supply chain.‘“

South China Morning Post: How does China, the largest commodities buyer, become a price maker? Owning an offshore exchange is a start

„Mainland China is the world’s biggest consumer of raw materials from energy to agriculture products, but it remains a price taker at the mercy of traders in Chicago, New York and London, as well as Dubai where futures prices are fixed. To change the game, China has established the Asia-Pacific Exchange (Apex) in Singapore, led by Eugene Zhu Yuchen, former chief of the Dalian Commodity Exchange, China Financial Futures Exchange and Shanghai Pudong Development Bank.“

Aluminium Stewardship Initiative: Aluminium Stewardship Initiative makes successful shift to implementation, issues first Performance Standard certifications

“An alumina refinery, five aluminium smelters and associated casting, recycling, waste management and infrastructure facilities in Canada, owned and operated by Rio Tinto, are the first to be certified against ASI’s ground-breaking Performance Standard for environmental, social and governance performance. In addition, Rio Tinto’s bauxite mine in Gove, Australia, is the first mine to receive ASI Performance Standard certification and the second ASI Certification issued.“

 

Publikationen

AG Tiefseebergbau und AK Rohstoffe: Positionspapier: Nein zum Raubbau an der Tiefsee!

BDI: Berliner Rohstofferklärung. Fünf Handlungsempfehlungen für eine nachhaltige Rohstoffpolitik

BGR/DERA: Mappting Sustainability Standrads Systems for Mining and Mineral Supply Chains

Brot für die Welt: Edles Metall – Unwürdiger Abbau. Platin aus Südafrika und die Verantwortung deutscher Unternehmen

Deutscher Bundestag: Antwort der Bundesregierung auf Kleine Anfrage (FDP): Rohstoffe für die Energiewende

Drive Sustainability: Material Change. A Study of Risks and Opportunities For Collective Action In The Materials Supply Chains Of The Automotive And Electronic Industries

ecdpm: Artisanal gold mining in DRC: time to get down to earth

Eritrea Focus: Mining & Repression in Eritrea: Corporate Complicity in Human Rights Abuses

Germanwatch: Governance of Mineral Supply Chains of Electronic Devices

Gesellschaft für bedrohte Völker: Drehscheibe Schweiz für risikobehaftetes Gold? Fallstudien aus den Vereinigten Arabischen Emiraten, dem Sudan, der Demokratischen Republik Kongo, Liberia und Peru

Global Policy: Regeln zu Wirtschaft und Menschenrechten – Wirtschaftslobby gegen jegliche Verbindlichekti und wie die Politik darauf reagiert

Kolko: Kolumbianische Steinkohle für Deutschland: Hoher Preis für Umwelt und lokale Bevölkerung

London Mining Network: Mining and Repression in Eritrea: corporate complicity in human rights abuses

Misereor: Kohleausstieg – weltweit. Argumente für eine globale Energiewende

Misereor: Rohstoffe für die Energiewende

OECD Watch/Amnesty: The OECD Due Diligence Guidance for Responsible Business Conduct: A briefing for civil society organisations on the strongest elements for use in advocacy

Tanzania Network/uranium-network: Öffentlich-private Partnerschaft: Die WiN Emscher-Lippe GmbH in NRW und das Nachu Graphite Project in Tansania

Termine

24. September 2018 (Berlin): Bündnis 90 / Die Grünen Bundestagsfraktion: Fachgespräch: Goldrausch in der Tiefsee – Tiefseebergbau als Gefahr für Umwelt und Biodiversität

25. September 2018 (Berlin): Brot für die Welt:Die Ozeane – Rohstoffquelle der Zukunft?“

26.-28. September 2018 (Wien): EUMICON: European Mineral Resources Conference “

11.-12. Oktober (Wuppertal): Informationsbüro Nicaragua: digital_real. Eine Tagung zur Digitalisierung und ihren materiellen Grdunlagen in Deutschland und Zentralamerika “

12.-13. Oktober (Dresden): PowerShift / INKOTA: Crashkurs Rohstoffpolitik “

5. November (Berlin): FDCL, Brot für die Welt, Misereor, FES: Fachkonferenz zu den Handelsbeziehungen zwischen Lateinamerika und Europa

12.-16. November (Brüssel): EU Raw Materials Week “

17.-18. November (Berlin): Bits & Bäume: Die Konferenz für Digitalisierung und Nachhaltigkeit “

11.-12. Dezember (Brüssel): MIN Guide Annual Conference: “The Future Perspective of Minerals Production in the Circular Economy” “

 

Impressum

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AK Rohstoffe ist ein Netzwerk von deutschen Nichtregierungsorganisationen, die sich für Menschenrechte, soziale Standards und Umweltschutz einsetzen. Seit 2008 trifft sich der AK Rohstoffe regelmäßig und diskutiert negative Auswirkungen des (metallischen und nichtmetallischen) Rohstoffabbaus in den Ländern des globalen Südens und Nordens sowie die politischen Trends, die diese bedingen. Seit dem 1. Mai 2013 existiert ein Koordinationsbüro in Berlin.

Herausgeber: Michael Reckordt; Kontakt: michael.reckordt@power-shift.de; 030 42805479. Dieser Newsletter wurde gefördert von Engagement Global im Auftrag des BMZ.

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