
Die Mitglieder des AK Rohstoffe richten vom 28.09. – 08.10.2026 zum sechsten Mal die Alternative Rohstoffwoche aus, in welcher zahlreiche Veranstaltungen einen Raum für die kritische Auseinandersetzung mit der deutschen und europäischen Rohstoffpolitik schaffen.
Weitere Informationen in Kürze hier.
Kreislaufwirtschaft zwischen Rohstoffsouveränität und globaler Gerechtigkeit: Wo stehen wir und wo müssen wir hin?
5. October 18:00 - 20:00
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Circular economy between ressource sovereignty and global justice: Where do we stand and what changes are needed?
Angesichts der aktuellen geopolitischen Situation und des zunehmenden globalen Wettbewerbs um den Zugang zu kritischen Rohstoffen, bekommt Kreislaufwirtschaft eine besondere Bedeutung. So bereitet die EU gerade auch ein großes Kreislaufwirtschaftsgesetz vor, was noch dieses Jahr veröffentlicht werden soll. Kreislaufwirtschaft trägt zu mehr Unabhängigkeit Deutschlands und Europas bezüglich kritischer Rohstoffe bei, die nicht zuletzt auch für die Energiewende und Digitalisierung gebraucht werden. Mit einer ganzheitlichen Kreislaufwirtschaft können viele Probleme im Kontext des Rohstoffabbaus von vornherein verhindert werden: Denn auf diese Weise kann die Nachfrage nach mineralischen Primärrohstoffen gesenkt und somit der Druck auf Gemeinden in Berbauregionen mittelfristig verringert werden.
Doch auch eine Kreislaufwirtschaft ist nicht per se gerecht. Wie verhindern wir das bei dieser Transformation ungleiche Strukturen weiter zementiert und die Fehler der linearen Wirtschaft wiederholt werden? Wie gestalten wir Kreislaufwirtschaft inklusiv und gerecht, sodass Länder sowie die Bevölkerungen des Globalen Südens ein Interesse daran haben, sie in einer echten gemeinsamen Partnerschaft umzusetzen?
Im Widerspruch zwischen Handelsbeschränkungen, Partnerschaften auf Augenhöhe und der Verantwortung von Unternehmen, fragen wir: Wie würde eine wirklich gerechte Kreislaufwirtschaft aussehen – und was muss sich ändern, um diese zu erreichen.
Dafür bringt diese Veranstaltung Vertreter des Globalen Südens, politische Entscheidungsträger, Wissenschaft, Unternehmen und die Zivilgesellschaft zusammen, um Lösungen für eine Kreislaufwirtschaft zu diskutieren, die die globale Gerechtigkeit stärkt.
Given the current geopolitical situation and the increasing global competition for access to critical raw materials, the circular economy takes on a whole new significance. Consequently, the EU is currently preparing a new Circular Economy Act to be launched this year. A circular economy contributes to the resilience of Germany and Europe with regard to critical raw materials, which are needed not least for the energy transition and digitalization. A holistic circular economy enables us moreover to prevent many problems associated with raw materials extraction from the outset: it can reduce demand for primary mineral raw materials and thus alleviate the pressure on communities in mining regions in the medium term.
But how do we ensure that this transformation does not cement unequal structures and repeat the mistakes of the linear economy? How can we make the circular economy inclusive and fair, so that countries and the populations of the Global South have a stake in implementing it as part of a genuine partnership?
Amid the tension between trade restrictions, partnerships on an equal footing and corporate responsibility, we ask: what would a truly just circular economy look like – and what needs to change to achieve it?
To this end, this event brings together representatives from the Global South, policy-makers, academia, business and civil society to discuss solutions for a circular economy that strengthens global justice.
Montag, 5 Oktober, 18:00-20:00 Uhr
Heinrich Böll Stiftung, Raum: Beletage
Sprache: Simultanübersetzung Deutsch und Englisch (simultaneous interpreting from German into English)
Veranstaler*innen: HBS, Germanwatch