Über den AK Rohstoffe2018-11-21T15:56:15+00:00

Über den AK Rohstoffe

Der Arbeitskreis (AK) Rohstoffe ist ein Netzwerk deutscher Nichtregierungsorganisationen, die sich für Menschenrechte, soziale Standards und Umweltschutz einsetzen. Seit 2008 trifft sich der AK Rohstoffe regelmäßig und diskutiert angesichts der negativen Auswirkungen des Rohstoffabbaus über Ansätze einer zukunftsfähigen Rohstoffpolitik. Seit Mai 2013 gibt es ein Koordinationsbüro in Berlin. Die Koordination des AK Rohstoffes wird inhaltlich begleitet durch einen Koordinierungskreis, der sich momentan aus Vertreter/innen von Brot für die Welt, Christliche Initiative Romero, Deutscher Naturschutzring, Forum Umwelt & Entwicklung, Germanwatch, Heinrich-Böll-Stiftung, INKOTA, Misereor, NaBu, PowerShift zusammensetzt.

Darüber hinaus arbeiten viele weitere Organisationen regelmäßig oder auch nur punktuell im AK Rohstoffe zusammen. Dazu gehören unter anderem: Forschungs- und Dokumentationszentrum Chile – Lateinamerika (FDCL), Plough Back The Fruits Kampagne, Ökumenisches Netz Zentralafrika (ÖNZ), Stiftung Asienhaus, Weltwirtschaft, Ökologie & Entwicklung (WEED).

Im Oktober 2010 entstand aus dem AK Rohstoffe das politische Forderungspapier „Anforderungen an eine zukunftsfähige Rohstoffstrategie“, das einen Tag vor der Veröffentlichung der „Rohstoffstrategie der Bundesregierung“ präsentiert wurde. Darin machen die unterstützenden Organisationen auf die Missstände der deutschen Rohstoffpolitik aufmerksam und formulieren zentrale Forderungen an die Bundesregierung, diese Missstände zu beseitigen.

Im September 2013 sowie im August 2016 hat der AK Rohstoffe unter dem Titel „Für eine demokratische und global gerechte Rohstoffpolitik“ aktualisierte Handlungsempfehlungen an die Bundesregierung und den Bundestag veröffentlicht. Darin werden die zentralen Forderungen nach einer Reform der deutschen Rohstoffpolitik im Vordergrund stehen:

Rohstoffverbrauch senken

  • Absolute Senkung des Rohstoffverbrauchs auf ein nachhaltiges und damit auch global gerechtes Niveau.
  • Ausstieg aus den fossilen Energien.
  • Kreislaufwirtschaft stärken.
  • Verzicht auf Tiefseebergbau.

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Menschenrechte effektiv schützen

  • Ein verpflichtendes Gesetz zu gebührender menschenrechtlicher Sorgfalt im globalen Geschäftsverkehr.
  • Eine verbindliche EU-Verordnung zur verantwortlichen Beschaffung von Rohstoffen aus Hochrisiko- und Konfliktgebieten.
  • Einführung eines Unternehmensstrafrechts.
  • EU-Handelspolitik grundsätzlich reformieren.

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Zivilgesellschaft schützen und stärken

  • Schutz der Zivilgesellschaft und der Menschenrechte über wirtschaftliche Interessen stellen.
  • Schutz und Stärkung der Rechte indigener Völker.
  • Transparenz und faire Aushandlungsprozesse in der Rohstoffpolitik statt privilegierter Zugänge für die Industrie.

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Des Weiteren organisieren die Mitglieder des AK Rohstoffe die Alternative Rohstoffwoche in welcher zahlreiche Veranstaltungen einen Raum für die kritische Auseinandersetzung mit der deutschen Rohstoffpolitik schaffen sollen.