AK Rohstoffe Newsletter #25 – Fokus auf: Blockchain

AK Rohstoffe Newsletter #25 – Fokus auf: Blockchain

2019-07-24T15:51:07+00:00Newsletterarchiv|

AK ROHSTOFFE NEWSLETTER #25

Liebe Leser*innen,

bei Forbidden Stories haben international Zeitungen, Fernsehsender und andere Medien gemeinsam an Projekten recherchiert, für deren Ausgangsarbeit Kolleg*innen ermordet wurden. Seit 2009 wurden mindestens 13 Journalist*innen getötet, die zu Umweltthemen recherchiert haben. Weitere 16 Fälle sind bis heute nicht aufgeklärt. Unter anderem sind der WDR, Süddeutsche Zeitung, Die Zeit, The Guardian und Le Monde an dem Projekt beteiligt. Bei Twitter konnten unter dem Hashtag #GreenBlood einige der Geschichte nachverfolgt werden. Auch auf die Website lohnt sich der Blick (https://forbiddenstories.org/). Da einige Recherchen noch nicht abgeschlossen sind, ist es spannend, das Projekt weiter zu verfolgen. In der Rubrik Deutsche Unternehmen findet sich z.B. auch ein Tagesschau-Artikel, der eine Goldmine in Tansania mit einer deutschen Schmelze in Verbindung bringt.

Darüber hinaus haben wir uns in dieser Ausgabe kritisch mit der Blockchain-Technologie beschäftigt und in einem kurzen Artikel vor allem Fragen aufgeworfen. Außerdem gibt es wieder viele Nachrichten aus Deutschland, Europa und aller Welt. Wir wünschen eine spannende Lektüre,

Michael Reckordt und Camillo Westerhoff
(Koordination AK Rohstoffe)

Schwerpunkt:

Der Hype um die Blockchain im Lieferketten- Management

Die Anwendung der Blockchain-Technologie wird derzeit in vielen Wirtschaftszweigen diskutiert. Immer wieder wird sie als ein möglicher, wichtiger Baustein für eine nachhaltigere Wirtschaft genannt, so zum Beispiel bei der Nachverfolgung von sogenannten Konfliktmineralien.

Als Konfliktmineralien gelten die vier Rohstoffe Gold, Tantal, Wolfram und Zinn, deren Abbau und Handel in einigen Ländern, wie der DR Kongo, Kolumbien oder Myanmar illegal bewaffnete Gruppen finanzieren. Mit US-amerikanischen, europäischen und lokalen Gesetzgebungen in Zentralafrika wird versucht, diesen Handel einzudämmen und damit verbundene Menschenrechtsverletzungen und Möglichkeiten der Kriegsfinanzierung zu reduzieren. Elektronik-Unternehmen wie IBM, die auf diese Rohstoffe in der Funktionalität ihrer Produkte angewiesen sind, erhoffen sich, dass mithilfe von Blockchain Konfliktmineralien und ihre Abbauorte und Handelswege kontrolliert und Lieferketten transparent(er) gestaltet werden können. „Once we have completed the pilot with cobalt, our aim is to then create an open, industry-wide blockchain platform to validate the full range of raw materials used in consumer products and expand the network so that a wider range of participants can join to enable greater responsibility in commodities sourcing.” (IBM 2019)

Was ist eine Blockchain?

Die Blockchain-Technologie ist eigentlich nur ein System der dezentralen Speicherung von Datensätzen. Daher firmiert Blockchain auch unter dem Namen Distributed Ledger Technologies (DLT). Bisher wurden Daten von Unternehmen auf eigenen Servern gespeichert, verschlüsselt und von dort aus mit anderen Unternehmen oder Interessensgruppen geteilt. Die Informationen sind also nur wenigen Akteur*innen mit eigenem Zugang bekannt. Dies wollen die Blockchain-Befürworter*innen ändern. Anstatt Informationen zentral zu speichern, werden diese in kleinen Abschnitten, die miteinander über einen Code verbunden sind, dezentral auf sehr vielen Computern gespeichert. Dadurch, dass dieselbe Information zigfach auf unterschiedlichen Computern gespeichert wird, ist eine Manipulation nach heutigem Stand nur schwer möglich. Während zum Beispiel ein*e Administrator*in einer Datenbank diese verändern kann und somit viel Macht erhält über die Daten, soll dies mit der Blockchain verhindert werden und die Informationen, die dort gespeichert sind, gelten als sehr sicher. Alle Transaktionen, Veränderungen und Einträge sind also gespeichert und lassen sich im Nachhinein nicht verändern. Kryptowährungen wie Bitcoin basieren schon heute auf diesem System.

Im Bereich der Konfliktmineralien gibt es bereits einige Anwendungsbereiche. So haben sich neben bereits etablierten Hightech Unternehmen wie IBM Startups gegründet, die mithilfe der Blockchain komplette Lieferketten von Metallen wie Tantal digital aufzeichnen und diese so transparenter gestalten wollen. Das Ziel ist es, Unternehmen dahingehend abzusichern, dass nur Mineralien aus einem verantwortungsvollen Abbau gekauft und verwendet werden, was mittels der Informationen in der jeweiligen Blockchain möglich scheint. Die Kennzeichnung von verantwortungsvollen Mineralien soll wie folgt geschehen: Im Idealfall wird das geförderte Erz in oder an der Mine registriert. Ob das mangels technologischer Möglichkeiten in vielen entlegenen Bergbauregionen realistisch ist, bleibt fraglich. Eine weitere Möglichkeit ist, dass die Rohstoffe entweder beim Kauf durch Händler*innen oder durch die Schmelzen und Raffinerien erfasst und auf einer Blockchain registriert werden. Von da an werden alle weiteren Verarbeitungs- und Handelsabläufe mit der Blockchain verknüpft, wodurch die Herkunft der Mineralien anschließend bis zum Beginn der Blockchain zurückverfolgt werden kann. Produzenten von Elektronik, Automobilen oder Maschinen können so leicht relevante Informationen über die Herkunft und den Weg eines Rohstoffs bekommen.

Schwächen der Blockchain

Die Glaubwürdigkeit einer Blockchain steht und fällt vor allem mit der Dateneingabe. Das ist bei der Blockchain nicht anders als bei anderen Zertifizierungs- und Transparenzmechanismen. Franz von Weizsäcker spricht bei netzpolitik.org vom GIGO-Prinzip, Garbage In, Garbage Out. Sprich, wenn man schlechte, falsche oder fehlerhafte Daten (Garbage = Müll) eingibt, kommt am Ende auch schlechte Daten bzw. Informationen heraus. Die zentrale Frage ist also, wie man am Anfang der Lieferkette sicherstellen kann, dass die Daten korrekt und fehlerfrei eingegeben werden. Schließlich handelt es sich bei vielen sozialen und ökologischen Problemen im Bergbau um tiefgehende strukturelle Probleme, die sich so schnell nicht durch einfache technische Lösungen beheben lassen.

Circulor, ein britischer Blockchain-Anbieter, der mit dieser Technologie unter anderem in Ruanda arbeitet, setzt bei der Markierung von Tantal auf Gesichtserkennung und GPS-Tracking von authentifizierten Verkäufer*innen. Doch auch hier können illegaler Handel im Vorfeld, Schmuggel und anderer Betrug dafür sorgen, dass der eigentliche Ursprung der Rohstoffe nicht in der Blockchain eingetragen ist und die Blockchain so nur eine falsche Sicherheit suggeriert.

Viele offene Fragen

Neben der Glaubwürdigkeit der Dateneingabe am Beginn der Blockchain ist eine offene Frage, wer zu welchen Momenten Zugang zu und Einsicht in die Daten auf der Blockchain hat. Können zum Beispiel Behörden, Ministerien, rohstoffnutzende Unternehmen und zivilgesellschaftliche Akteure gleichsam zu jeder Zeit die Daten abrufen und kontrollieren? Wem gehören die Daten und wer darf sie zu welchen Zwecken nutzen und unter Umständen auch veröffentlichen? Wer kontrolliert die Technik? Wer erhält Zugang zu den Technologien? Die Blockchain-Technologie ist häufig in der Hand von privaten Betreibern, die auch den Zugang regulieren können. Zudem ist zu befürchten, dass sich staatliche Behörden verstärkt von ihrer Aufsichtspflicht verabschieden, da sie privatwirtschaftlichen, technologischen Lösungen den Vorzug gegenüber eigenen, aufwendigen und unter Umständen teuren Kontrollen geben.

Außerdem stellt sich die Frage, an welchen Stellen Kosten anfallen und wer diese trägt. Ein großes Problem von vielen heutigen Zertifizierungsmechanismen ist, dass die Kosten vor allem auf die ersten Glieder der Lieferkette verlagert werden. Nicht das finale Endprodukt wird teurer, sondern die Löhne von Arbeiter*innen geraten unter Druck. Während große, multinationale Unternehmen die Kosten in der Regel finanzieren können, gegebenenfalls auch Zertifikate manipulieren oder die Zertifizierer*innen bestechen können, bleiben vor allem kleine, artisanale Bergarbeiter*innen auf den Kosten hängen, ohne sie weitergeben zu können. Das schmälert ihre Chancen am Markt zu bestehen, obwohl sie durch die engere Einbindung in die lokale Wertschöpfung und ihre Verankerung in die lokalen Gesellschaften weit mehr für die Abbauregionen generieren als multinationale Konzerne.

Fazit

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Potentiale der Blockchain im Bereich der Lieferkettenverantwortung nicht überschätzt werden dürfen. Zwar lässt sich eine Verfolgbarkeit vom Endverbraucher des Rohstoffs bis hin zum ersten Glied in der Lieferkette – im Optimalfall ist das das Bergwerk – als machbar einstufen, allerdings kann die Blockchain-Technologie nicht sicherstellen, dass Betrug und Konflikte am Beginn der Lieferkette verhindert werden. Eine Blockchain kann keine staatlichen Kontrollen ersetzen oder notwendige Gesetze zu Unternehmenshaftung und menschenrechtlichen Sorgfaltspflichten überflüssig machen. Dennoch kann die Technologie bei transparenter Anwendung eine Hilfe sein, mehr Informationen über Lieferketten zu generieren, öffentliche Kontrollen unterstützen und ein stärkeres Bewusstsein für menschenrechtliche Risiken entlang der Lieferkette schaffen.

 

Quellen:

IBM (2019): Blockchain for the mining industry: Ethical cobalt production; Pressemitteilung vom 16. Januar 2019

Netzwoche (2019): Warum Blockchain bei Konfliktmineralien nicht hilft; Artikel vom 11.04.2019

Kohler, Mpufane: The Lure of the Technological Quick Fix: Blockchain and the Case of Cobalt; Focus 25/3

 

Nachrichten:

Deutsche Rohstoffpolitik

Tagesschau: Gegen Gold, das Kriege bezahlt

„Die Nichtregierungsorganisationen fordern über den aktuellen Gesetzentwurf hinaus, dass bei der nächsten Überarbeitung der EU-Verordnung auch andere Rohstoffe wie Kupfer, Kobalt oder gar Kohle mit aufgenommen werden. Zusätzlich solle der Schwellenwert gesenkt werden. Der liegt bei Gold in der EU-Verordnung bei 100 Kilogramm, was aktuell ungefähr 3,8 Millionen Euro entspricht.“

Wirtschaftswoche: „Wenn man Probleme anderswo lösen kann, können wir das auch“

„Partnerländer wie die Mongolei erhoffen sich davon Entwicklungszusammenarbeit und eine Diversifizierung ihrer Abnehmerländer. Deutschland setzt auf ein verbessertes Investitionsklima für deutsche Unternehmen – und knüpft an seine Geldzusage die Einhaltung von Umwelt- und Sozialstandards.“

IPG: Zum Schutz verpflichtet

„Wir brauchen gesetzliche Regelungen. Die Phase des Rückzugs der Politik, der Entpolitisierung und des Vertrauens in freiwillige Lösungen muss zu Ende gehen. Denn nur, wenn alle deutschen Unternehmen ihrer menschenrechtlichen Sorgfaltspflicht gerecht würden, bräuchten wir kein Gesetz. Es besteht eine Schutzlücke, die wir dringend schließen müssen.“

Uwe Kekeritz (MdB Grüne): Nationaler Aktionsplan: Viel Wirtschaft – wenig Menschenrechte

„Statt konstruktive Vorschläge und zeitgemäße Lösungsansätze einzubringen, streut die Union Sand ins Getriebe des Monitoringprozesses. Die SPD schafft es inzwischen nicht einmal mehr die im Koalitionsvertrag vereinbarten Vorhaben umzusetzen.“

Human Rights Watch: Deutschland: Bundeswirtschaftsministerium versucht, Unternehmensmonitoring zu schwächen

„Der Vorschlag des Wirtschaftsministeriums macht es den Firmen viel zu einfach, sich als Unternehmen einzustufen, die internationale Menschenrechtsstandards erfüllt, auch wenn dies nicht der Fall ist“, sagte Juliane Kippenberg, stellvertretende Leiterin der Abteilung Kinderrechte bei Human Rights Watch.

FUE: Voll konform, voll transparent?

„Die positive Validierung des ersten D-EITI-Berichts ist ein Signal an andere Länder, dass eine technische Umsetzung des EITI-Standards schon im ersten Anlauf und trotz föderaler Verwaltungsstrukturen möglich ist. Für das hochmoderne Deutschland, in dem Korruption auf dieser Ebene kein wirkliches Problem darstellt, ist die Konformität mit dem EITI-Regelwerk aber eigentlich auch das Mindeste.“

 

Deutsche Unternehmen / Verbände

Handelsblatt: Kobalt, Platin, Aluminium: Deutsche Unternehmen bangen um Rohstoff-Nachschub

„Die WVM empfiehlt daher, eine staatliche Institution zu gründen, die sich um den strategischen Einkauf von Minenprodukten bemüht. Außerdem fordert sie, die Bundesregierung möge sich auf allen Ebenen – also bei G7, G20, bei der WTO und der OECD – für die Abschaffung von Handelsverzerrungen im Rohstoffbereich einsetzen.“

Wirtschaftswoche: Gericht entzieht TÜV Süd die Erlaubnis zur Zertifizierung von Dämmen Exklusiv

„TÜV Süd hatte zuvor die Tauglichkeit des Rückhaltebeckens für Erzrückstände attestiert. Wie Makoto Namba, der verantwortliche Direktor von TÜV Süd in seinen Aussagen erklärte, sei TÜV Süd vom Bergwerkkonzerne Vale, dem Auftraggeber und Betreiber des Rückhaltebeckens, zu der positiven Zertifizierung gedrängt worden.“

Tagesschau: Vorwürfe gegen Goldmine – dreckiges Gold aus Tansania

„Aber wo findet sich das Gold aus der tansanischen Mine? Jahrelang, so zeigen Dokumente, soll es an die Schweizer Raffinerie Argor geliefert worden sein. Die Firma hat dies weder dementiert noch bestätigt. Inzwischen ist Argor eine hundertprozentige Tochter des Hanauer Heraeus-Konzerns, der schon vorher als Minderheitseigner an der Raffinerie beteiligt war. Gegen Argor war 2013 in der Schweiz ermittelt worden.“

Tagesspiegel: Das faire Smartphone aus dem Dorf in Nordhessen

„Extrem wichtig sind beiden auch die Herkunft der Rohstoffe und die Arbeitsbedingungen. Im Kongo hat sich Carsten 2017 zertifizierte Minen angeschaut, wo Coltan – aus dem Tantal für die Kondensatoren gewonnen wird – und Gold geschürft wird. Die für auch die Shift-Phones unverzichtbaren Metalle sollen unter menschenwürdigen Bedingungen gefördert werden.“

FairLötet: Shift Wirkungsbericht 2019

„Die nie nachgewiesene und sicher auch nie wahr gewesene Behauptung, es seien “keine Konfliktmineralien” in Shift-Geräten, wie noch im alten Fair Production Manifest erwähnt, ist in dem Bericht und anderen Quellen der Shift GmbH nicht mehr zu finden.“

Frankfurter Rundschau: Smart aber fair

„Wie der Dodd-Frank-Act bezieht sich die EU-Verordnung aber nur auf die vier als Konfliktmineralien eingestuften Rohstoffe Wolfram, Gold, Zinn und Tantal. Für alle anderen Rohstoffe gilt sie nicht. „Viele Unternehmen verlassen sich außerdem auf Industrieinitiativen bei denen sie Mitglied sind und damit auf Zertifizierungssysteme, die suggerieren, dass alles in Ordnung ist“, sagt Johanna Sydow, Expertin für Ressourcenpolitik und die IT-Branche bei der Entwicklungs- und Umweltorganisation Germanwatch.“

 

Europäische Unternehmen und Rohstoffpolitik

Spiegelonline: Bergbau im Weltraum

„Noch ist eine Rohstoffförderung im Weltall viel zu teuer, um sich zu rechnen. Das könnte sich ändern: Asteroiden sind vergleichsweise reich an wertvollen Metallen wie Gold, Platin oder Rhodium.“

Spiegelonline: Schürfmissionen im Sonnensystem – Forscher warnen vor Ressourcen-Raubbau im All

„Höchstens ein Achtel der Rohstoffe in unserem Sonnensystem darf laut Studie abgebaut werden.“
„Es braucht ab der Ein-Achtel-Schwelle also nur drei extreme Wachstumssprünge, bis alle Rohstoffe verbraucht sind.“

Mining.com: Swiss refiner Metalor to stop processing artisanal gold

“Metalor said it would stop working with artisanal mines or collectors and aggregators – companies which collect and resell gold from artisanal mines – because of the difficulty of ascertaining the mines’ legality and the origin of the gold.”

DW Made for minds: Lithium: Der Streit um Portugals weißes Gold

„Nur für die Erkundung wurden in Covas do Barroso 105 Plattformen angelegt, Wälder gerodet, Baggerstraßen angelegt. In einer Region, die erst vor einem Jahr von der UNO als „landwirtschaftliches Welterbe“ klassifiziert wurde.“

APA.OTS: Köstinger: Wir erarbeiten Österreichs erste integrierte Rohstoffstrategie

‚„Damit setzen wir einen weiteren wichtigen Schritt, der auch zur Erreichung unserer Energie- und Klimaziele beiträgt“, betonte Köstinger. […] WKO Generalsekretär Karlheinz Kopf verwies darauf, dass eine wachsende Bevölkerung und ein steigender Wohlstand auch einen erhöhten Bedarf an Rohstoffen – etwa für Wohnraum- und Infrastrukturschaffung – mit sich bringen.“

 

Spotlights in Afrika, Asien und Lateinamerika

Deutschlandfunk: Lithium-Abbau in Südamerika – Kehrseite der Energiewende

„In Zeiten der Energiewende wächst der Bedarf nach Lithium rasant. Doch dessen Abbau zerstört die Lebensgrundlage der indigenen Bevölkerung.“

Business Maverick: DEEP SEA MINING South Africa eyes sunken mineral treasures

“South Africa and the rest of the continent are now beginning to wake up to the opportunity, it emerged at a workshop being held at the Department of International Relations and Co-operation (Dirco) in Pretoria to help ensure Africa gets its share of the world’s deep-sea mineral wealth.”

EARTHWORKS: NGO letter to the World Bank re Mining & Renewables

“Utilities, purchasers and manufacturers of RE technologies, batteries, and electric vehicles must trace the minerals in their products back to the source. Where sourcing from mining operations is absolutely necessary, purchasers must insist that those operations adhere to stringent international environmental and human rights best-practices standards (such as those developed by the multi-stakeholder Initiative for Responsible Mining Assurance) with independent, third-party assurance of compliance.”

Africa Times: Report: SA environmental defenders targeted by mining companies

“The attacks and harassment have created an atmosphere of fear for community members who mobilize to raise concerns about damage to their livelihoods from the serious environmental and health risks of mining and coal-fired power plants,”

Stopesmining: New Report Exposes Mining Companies Suing Latin American Countries Where Communities Defend Land and Environment

“They are suing for millions and billions of dollars as a result of court decisions, public policies, and other government measures that they claim reduce the value of their investments.”

Deutschlandfunk: Ein Dorf verklagt die Weltbank

„Die CBG ignoriert nicht nur die Landansprüche der Bewohner, sondern unternimmt auch keinerlei Anstrengungen, um bereits abgeräumte Minen wieder aufzuforsten und die Humusschicht wiederherzustellen. Für die Bewohner von Hamdallaye ist das besonders dramatisch.“

Der Tagesspiegel: Bolivien versucht die drastischen Umweltfolgen der neuen Mobilität zu lindern

„Bolivien ist eines der am schlimmsten ausgebeuteten Länder Lateinamerikas. Der Reichtum aus seinen Bodenschätzen blieb nie hier, sondern floss immer in fremde Taschen. In Argentinien, dem dritten großen Lithium-Produzenten Südamerikas, tobt der Wasser-Streit schon seit Jahren. Den Bolivianern steht er noch bevor.“

PhilStar: LGUs push for non-renewal of OceanaGold’s Didipio FTAA

“The province of Nueva Vizcaya is appealing to President Duterte not to renew OceanaGold Philippines’ financial and technical assistance agreement (FTAA), which expires today (Wednesday). The renewal of the FTAA will allow OceanaGold to continue operating the Didipio gold and copper mine for another 25 years. OceanaGold has supposedly been causing more than P20 billion in damages to Nueva Vizcaya’s rice fields, watersheds, mountains and communities.”

Papua New Guinea Mine Watch: Launch of Another Seabed Mining Experiment Is Put on Hold for Several Months

“The cable, known as an umbilical, is 5 kilometers in length and contains specialized wiring to power, control, and communicate with Patania II … as well as to hold Patania II’s 25-ton weight. … [R]egrettably, GSR has concluded that it will need to postpone the launch of Patania II for a few months.”

Financial Times: China’s state planner suggests using rare earths in US trade war

“China’s powerful planning body has threatened to use rare earths exports as leverage in the trade war with the US, in a sign of increasing tensions between the two powers.”

 

Tiefseebergbau

Reuters: Deep sea mining boss says new law could be adopted next year

“China and a quest for battery minerals have injected momentum into a long U.N. process to agree a law on deep sea mining, which could be adopted by the end of 2020, if the political will exists, the head of the International Seabed Authority (ISA) said.”

The Guardian: Deep-sea mining to turn oceans into ‘new industrial frontier’

“Campaigners said that, as well as destroying little understood regions of the ocean floor, the operations would deepen the climate emergency by disrupting carbon stores in seafloor sediments, reducing the ocean’s ability to store it.”

Eureporter: Fisheries and environmental organizations issue joint call for moratorium on #DeepSeaMining

“Seas At Risk Deputy Director Ann Dom said: “We count on the EU member states to take to heart the call for a moratorium by the European Parliament and the fisheries sector, and to put it firmly on the agenda of the upcoming annual session of the International Seabed Authority.”’

Daily Maverick: South Africa eyes sunken mineral treasures

“South Africa and the rest of the continent are now beginning to wake up to the opportunity, it emerged at a workshop being held at the Department of International Relations and Co-operation (Dirco) in Pretoria to help ensure Africa gets its share of the world’s deep-sea mineral wealth.”

Heute im Bundestag: Bedeutung der maritimen Wirtschaft

„Marine und maritime Forschungsfragen werden von den für die Umsetzung des Nationalen Masterplans Maritime Technologien (NMMT) relevanten Forschungsprogrammen „Maritime Forschungsstrategie 2025“ des BMWi und MARE:N adressiert. Beide Programme bieten gute Kooperationsperspektiven, insbesondere wenn bei technologischen Entwicklungen parallel deren potenzielle Umweltauswirkungen mit erfasst werden.“

 

Publikationen

BUND: Positionen Tiefseebergbau

Oxford University Press: Extractive Industries

PowerShift: Neue Rohstoffkapitel in EU Handelsabkommen

OENZ: Begleitende Maßnahmen Kleinbergbaukooperativen

PowerShift: Menschenrechte auf dem Abstellgleis

 

Impressum

Sie können den Newsletter unter http://ak-rohstoffe.de/6-newsletter/ abonnieren.

AK Rohstoffe ist ein Netzwerk von deutschen Nichtregierungsorganisationen, die sich für Menschenrechte, soziale Standards und Umweltschutz einsetzen. Seit 2008 trifft sich der AK Rohstoffe regelmäßig und diskutiert negative Auswirkungen des (metallischen und nichtmetallischen) Rohstoffabbaus in den Ländern des globalen Südens und Nordens sowie die politischen Trends, die diese bedingen. Seit dem 1. Mai 2013 existiert ein Koordinationsbüro in Berlin.

Herausgeber: Michael Reckordt; Kontakt: michael.reckordt@power-shift.de; 030 42805479. Dieser Newsletter wurde gefördert von Engagement Global im Auftrag des BMZ.

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